Fussball
Alexander Ott: Vom Salzburger Land an den Donnersberg
Eine gewisse Größe, Ruhe am Ball, Strafraumbeherrschung, ein gutes Auge und klare Kommunikation sind nur einige Aspekte, die ein Torhüter mitbringen sollte, um erfolgreich zu sein. Alexander Ott verkörpert sie wie kein anderer in der B-Klasse. Zu Beginn seiner Fußballerlaufbahn war die Position alles andere als festgelegt, wie er mit seinem sympathischen, österreichischen Dialekt erzählt: „In der Jugend habe ich mal im Tor und mal im Sturm gespielt. Das war noch in meiner Heimat, im Tauerngebirge im Salzburger Land.“
Mit Beginn seiner Maurerlehrer im Alter von 15 Jahren legte er eine vorübergehende fußballerische Pause ein: „Mit 21 wollte ich es dann aber noch mal wissen und habe Landesliga in Österreich gespielt. Das waren schöne Jahre, die aber auch mit einem hohen zeitlichen Aufwand verbunden waren.“ Als sein Heimatverein beschloss, eine neue Mannschaft aufzubauen, mussten sie Ott nicht zweimal bitten: „Ich wollte den Klub meines Heimatdorfs und die Leute dort unterstützen. Wir haben damals in der untersten Klasse begonnen.“
„Hier gehe ich nicht mehr weg“
Müde vom Alltag in Österreich, sah sich der Torhüter mit 28 nach Jobs in Deutschland um: „Ich wollte noch mal etwas anderes machen, eigentlich nur für ein, zwei Jahre. Deshalb habe ich mich bei der BASF in Ludwigshafen in der Bautechnik beworben.“ In seiner Abteilung lernte er Hansi Denzer kennen – ein „Dannenfels-Urgestein“. Dass dieses Aufeinandertreffen sein ganzes Leben verändern sollte, war da noch nicht zu vermuten: „Er fragte, ob ich nicht Lust hätte, in Dannenfels zu trainieren. Ich wollte mich eigentlich nur etwas fit halten. Der Ehrgeiz war dann aber doch zu groß, deshalb schloss ich mich der ersten Mannschaft an und wurde sofort Stammtorhüter.“ Nicht nur sportlich lief’s für den Zweimetermann: „In dieser Zeit habe ich im Sportheim meine jetzige Frau kennengelernt. Alles ging dann ganz schnell. Wir haben geheiratet, ein Haus gekauft und einen Sohn bekommen, der heute zweieinhalb Jahre alt ist. So wurde aus dem angedachten Abenteuer in Deutschland unverhofft mein Zuhause. Ich fühle mich sehr wohl. Hier gehe ich nicht mehr weg.“
Auch beim TuS Dannenfels fand Ott ein Stück weit sein Zuhause: „Wir haben eine super Gemeinschaft. Da sind wirkliche Freundschaften entstanden.“ Auf die Frage, wieso er den Donnersbergern so lange die Treue hielt, findet der 37-Jährige direkt eine Antwort: „Ich hatte das Ziel, unbedingt mit dieser Mannschaft in die B-Klasse aufsteigen zu wollen. Glücklicherweise ist uns das gelungen. Wir sind eine Mannschaft, die über den Kampf kommt und jedes Spiel Vollgas geben muss, um in dieser Liga zu bestehen.“
Motivator fürs Team
Neben dem Aktivenfußball in Dannenfels unterstützt der Wahlpfälzer auch die Ü32-Mannschaft des TuS Göllheim: „Das ist das absolute Gegenstück zum TuS Dannenfels. Hier sind viele, die höherklassig gespielt haben. Der Ball läuft super und jeder weiß, was er zu tun hat. Ich spiele sehr gerne in beiden Mannschaften.“ Seine Rolle innerhalb der Teams bewertet er folgendermaßen: „Ich will immer anspielbar sein und als Motivator den anderen helfen, gute Leistungen zu zeigen.“
Der aktuelle Tabellenstand der Dannenfelser könnte besser sein: „Wir haben immer noch einige Verletzte und haben einige Spiele unglücklich verloren. In den kommenden Spielen gegen Rockenhausen/Dörnbach II und Ramsen II müssen sechs Punkte her.“ Für die Zukunft hat Ott nur zwei große Wünsche: „Mit dem TuS möchte ich die Aufstiegsrunde erreichen. Ansonsten möchte ich so viel Zeit wie möglich mit meiner Frau und meinem Sohn verbringen, das ist mit Abstand die schönste Freizeitbeschäftigung.“
Die Spiele im Überblick
B-Klasse KL-DOB Nord: TuS Ramsen II – TuS Stetten, TuS Steinbach II/SV Börrstadt – TSG Albisheim (beide So, 13.15), SG Rockenhausen/Dörnbach II – TuS Dannenfels (So, 15), TSG Zellertal – SSV Dreisen (So, 15.30)
B-Klasse KL-DOB Mitte: FC Shqiponja Kaiserslautern – ASV Winnweiler II (So, 15).