Donnersbergkreis Aktuell: Stadtrat wählt Beigeordneten

«Kirchheimbolanden.» Der Kirchheimbolander Stadtrat wird am morgigen Mittwoch in seiner Sitzung einen neuen Beigeordneten wählen. Amtsinhaber Hans Leverkus war am 5. Oktober im Alter von 66 Jahren verstorben (wir berichteten). „Es ist ein schwerer Verlust für die Stadt und die Stadtpolitik“, sagt Stadtbürgermeister Klaus Hartmüller. Bislang sei ihm für die Wahl nur ein Vorschlag bekannt – die CDU will Marc Muchow nominieren. Der Posten des Beigeordneten war bislang von den Christdemokraten besetzt. Die Amtszeit des ehrenamtlichen Beigeordneten entspricht der Wahlzeit des Stadtrates – bis zu den Kommunalwahlen im kommenden Jahr. Die Wahl wird durch Stimmzettel in geheimer Abstimmung erfolgen. Gemäß Gemeindeordnung ruht hier das Stimmrecht des Bürgermeisters. Unter anderem stehen bei der Sitzung, die um 19 Uhr im Ratssaal des Rathauses beginnt, noch der Wirtschaftsplan 2019 der städtischen Tochter „Projekte und Service GmbH“, der Bebauungsplan „Am Schlossgarten“, die barrierefreie Umgestaltung der Fußgängerzone, der Abriss einer Scheune in der Edenbornerstraße und eine Einwohnerfragestunde auf der Tagesordnung. Zudem soll ein Ehrenamtsbeauftragter gewählt werden. Bislang hatte Wolfgang Hupp diesen Posten inne, legte sein Amt aber aus persönlichen Gründen nieder (wir berichteten). Seit dem tödlichen Motorradunfall auf der A 8 bei Zweibrücken im Juli, bei dem ein 13-jähriger Junge aus dem Donnersbergkreis ums Leben kam (wir berichteten mehrfach), hat die Polizei mehrere Fahrzeuge sichergestellt. Wie die Leitende Oberstaatsanwältin Iris Weingardt bestätigt, war die Spurensuche bislang jedoch nicht von Erfolg gekrönt. Bei dem Unfall wurde eine Harley Davidson von einem Auto gerammt. Der 37-jährige Motorradfahrer aus dem Donnersbergkreis stürzte und wurde schwer verletzt. Sein Stiefsohn starb noch am Unfallort. Wie die Polizei mitteilt, sind inzwischen mehr als 200 Hinweise aus ganz Deutschland eingegangen. Vor allem durch die Fernsehsendungen „Aktenzeichen XY"“ und „Kriminalreport Südwest“ habe der Fall bundesweit Resonanz gefunden, sagt Martin Sema, Sprecher der Polizeidirektion Pirmasens. Sema und die Leitende Oberstaatsanwältin in Zweibrücken, Iris Weingardt, bestätigten RHEINPFALZ-Informationen, wonach seit dem Unfall in Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Nordrhein-Westfalen mehrere Mercedes sichergestellt und von Sachverständigen untersucht worden seien. Zeugen hatten berichtet, dass der mutmaßliche Unfallfahrer in einem Mercedes der E-Klasse unterwegs war. Allerdings handelte es sich bei keinem der Autos um das Tatfahrzeug. Inzwischen seien die Spuren erkaltet. Die Ermittlungen würden dadurch erschwert, dass das Motorrad nach dem Sturz Feuer gefangen habe und am Tatort kaum verwertbare Hinweise wie Fahrzeugteile oder Lackspuren gefunden worden seien. Der Polizeisprecher betonte, dass „mit jedem Tag, der verstreicht, die Chancen sinken, den Fall aufzuklären“. Zudem kämen nur noch wenige Hinweise aus der Bevölkerung.