Donnersbergkreis Advent-Kistchen und Hamster-Simulator

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Wenn das mal keine Werbung ist: „Das ist die beste Schule. Wenn ich Kinder haben werde, dann schicke ich die alle hierher.“ Die Aussage ist umso mehr wert, wenn sie – wie beim Tag der offenen Tür an der Albert-Schweitzer-Realschule plus (ASRplus) in Winnweiler geschehen – von einem Achtklässler kommt. Schließlich ist für die meisten Schülern, zumal in diesem Alter, die Schule nicht gerade eine Hort der Glückseligkeit. Warum die ASRplus „im eigenen Lager“ so beliebt ist, davon konnten sich die Besucher am Samstag vor Ort überzeugen.

Gedacht ist das Angebot in erster Linie für die aktuellen Viertklässler und ihre Eltern, die sich mit Blick auf das kommende Schuljahr für eine der weiterführenden Schulen entscheiden müssen. Als eine der letzten im Kreis hatte nun die ASRplus ihre Pforten geöffnet und den Gästen Einblick in ihre Arbeit gegeben. Vielleicht hängt die eingangs geäußerte Zufriedenheit ja zumindest ein Stück weit mit einem ganz speziellen Angebot der ASRplus zusammen: Hier wird seit einiger Zeit das Fach „Glück“ unterrichtet. Dessen Begeisterung versprühende Lehrerin Cleo Puhlmann hat deutlich gemacht, wie wichtig es für die spätere Berufswahl der Schüler ist, dass diese ihr persönliches Glück finden. Exemplarisch haben die Schüler am Tag der offenen Tür pantomimisch die verschiedensten Berufe vorgeführt – von Schlagzeugspielerin über Chirurgin und Friseurin bis hin zum Schauspieler. Bei einer weiteren Aufführung zeigen immer zwei Akteure gemeinsam die für einen Beruf typischen Bewegungen. „Oh, Rennfahrerinnen – was für ein Träumchen“, kommentieren die umstehenden Kinder auf der Bühne im Chor. Nur zum Schluss der Sprengmeister ist kein „Träumchen“... „Wir sind die Zukunft. Wir machen was daraus“, lautet am Ende das Fazit der mit viel Beifall bedachten Gruppe. Sehr gut angekommen ist ein weiteres der vielen Projekte an der ASRplus. Damit die Flüchtlingskinder an der Schule schneller die deutsche Sprache erlernen, wurde ein Chor gegründet. Das Lied „Irgendwas bleibt“ von Silbermond hatte Puhlmann der schwierigen Situation dieser Kinder entsprechend ausgewählt. Marcus Jägerbot, Leiter der Computerklasse, bot mit seinen Schülern neben leckeren Waffeln und frisch gepressten Orangensaft auch Badekugeln aus eigener Herstellung an. Bei Schulsozialarbeiter Sven Lang gab es jede Menge über Erste Hilfe zu erfahren. Lang arbeitet ehrenamtlich beim Roten Kreuz und bildet auch an der ASRplus Helfer aus. In seinem „Erstjob“ gibt er den Kindern und Jugendlichen Ratschläge bei Konflikten und hat immer ein offenes Ohr für deren Sorgen und Nöte. Gleiches gilt für die „gute Fee“ Nicole Günther, die im Sekretariat als zentrale Anlaufstelle fungiert. Ein echter Hingucker waren die „Upcycling“-Artikel, die unter Anleitung von Melanie Wolf und Eveline Ackermann-Letaief hergestellt wurden. Dabei sind aus Zeitungspapier tolle Weihnachtsbäume gefertigt worden. Auf positive Resonanz stießen auch die „15 Minuten Advent-Kistchen“. In diese werden seitlich folgende Utensilien eingeklebt: Schokolade, Teebeutel, Teelicht und ein kleine Geschichte zum Lesen. Ein ganz anderes Programm – im doppelten Wortsinn – hatte Joachim Junker: Der „Computerspezialist“, zeigte, wie man ein Spiel programmiert. Genau das wird in dem Wahlpflichtfach mittels einem kostenlosen „Hamster-Simulator“ auch mit den Schülern erarbeitet. „Ich achte immer darauf, kostenlose Programme im Unterricht zu nutzen. Natürlich arbeiten wir auch mit den gängigen kostenpflichtigen Programmen – aber es muss auch für jemanden mit nicht so viel Geld möglich sein, das zu Hause zu machen“, erklärt Junker. Marvin aus der 9b zeigte, wie ein programmiertes „Hamsterspiel“ ausschaut. Auch erklärte er den Gästen souverän, wie Excel funktioniert. In der Lehrküche stellten Annette Hinz und Nicole Lahmers mit ihren Schülern die Früchte – besser gesagt die Speisen – der Projekttage vor: Selbstgemachte Suppen mit herrlichen Namen wie „Em Walter sei Grumbeersupp“ oder „Bruno’s best Chili“ durften im selbstgebackenem Fladenbrot oder Saatenbrot genossen werden. Mehrfach durften die Besucher auch selbst aktiv werden – etwa bei einem Fotowettbewerb, dem Spiel „Test deine Sinne“ oder Fragen zur Schule. Für Stärkungen sorgte der Schulelternbeirat mit Kaffee und Kuchen sowie der Förderverein mit gebrannten Mandeln. Info Die Albert-Schweitzer-Realschule plus hat eine neue Telefonanlage. Sie ist erreichbar unter 06302 60991-0 (Telefon) beziehungsweise -20 (Fax). |gom

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