ROCKENHAUSEN Adient: IG Metall geschockt über Höhe der von Abbau-Plänen betroffenen Stellenanzahl

Der Sitzhersteller Adient hat angekündigt, aus finanziellen Gründen im Werk Rockenhausen in den kommenden beiden Jahren 320 der
Der Sitzhersteller Adient hat angekündigt, aus finanziellen Gründen im Werk Rockenhausen in den kommenden beiden Jahren 320 der momentan rund 1200 Stellen abzubauen.

„Auch wenn sich die heutige Mitteilung des Unternehmens in den letzten Monaten angedeutet hat, sind wir etwas geschockt über die hohe Zahl.“ Das betont der 2. Bevollmächtigte der IG Metall Kaiserslautern, Alexander Ulrich, zu den am Mittwoch veröffentlichten Plänen des Sitzherstellers Adient, bis 2022 im Werk Rockenhausen 320 Stellen abzubauen. Wie am Mittwoch berichtet, hält der Konzern „die Anpassung der Beschäftigungssituation an die rückläufige Auftragslage“ für unvermeidlich, „um den Standort mittel- bis langfristig wieder profitabel bewirtschaften zu können“. Ulrich schreibt hierzu: „Dass bei Adient in Rockenhausen nahezu jeder vierte Arbeitsplatz innerhalb von knapp zwei Jahren abgebaut werden soll, ist ein schwerer Schlag für die Beschäftigten und die Region.“

Forderung: keine betriebsbedingten Kündigungen

Die IG Metall werde sich in Kürze mit dem Betriebsrat und der Technologieberatungsstelle Rheinland-Pfalz (TBS) zusammensetzen, um die weiteren Schritte zu planen, so der IG-Metall-Vertreter. Zu den anstehenden Verhandlungen um einen Interessenausgleich und Sozialplan sagte er: „Die IG Metall war immer bereit – insbesondere unter Keiper – im Werk Rockenhausen mit flexiblen Lösungen die Beschäftigung zu sichern. Voraussetzung auch jetzt wird aber sein, dass betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen werden, nicht vermeidbarer Personalabbau sozialverträglich organisiert wird und die Unternehmensleitung den Standort langfristig sichert.“ Dazu gehöre auch, dass man ausgelagerte Arbeiten „wieder ins Werk reinholt und mit einer hohen Zahl von Ausbildungsplätzen in die Zukunft investiert“, so Ulrich. Die Corona-Krise und die Rezession in der Automobilbranche machten „die Rahmenbedingungen für die nun beginnenden Verhandlungen nicht leichter“.

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