Donnersbergkreis Acht Jahre Zeit für Rückbau nicht genehmigter Anlagen

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Die im vorigen Jahr erfolgte Fertigstellung und Genehmigung des Bebauungsplans mit der erforderlichen Brandschutzordnung für das Wochenendgebiet sei ein „historischen Wendepunkt“. Das hat Hans Cerff, der von den anwesenden Mitgliedern wieder zum ersten Vorsitzenden gewählt worden ist, in der Jahreshauptversammlung der Interessengemeinschaft (IG) „Eigentümer des Wochenendgebietes Falkenstein“ betont. Informiert hat Cerff darüber, dass die Kreisverwaltung für den Rückbau von nicht mit dem Bebauungsplan in Einklang stehenden Anlagen eine achtjährige Frist bis 2023 festgesetzt hat.

Cerff sagte weiter, durch die nun vorliegende Rechtssicherheit sei eine deutliche Befriedung im Wochenendgebiet spürbar. Er dankte dem Falkensteiner Ortsgemeinderat und den Verantwortlichen bei den Verwaltungen, dass mit dem Aufstellen des Bebauungsplans eine gute Lösung gefunden worden sei. Jetzt liege es an jedem Einzelnen, seine Bausünden aus der Vergangenheit in naher Zukunft zu regeln. So mussten etwa Baupläne nachgereicht werden. Cerff hob hervor, dass die Anstrengungen der IG zum Wohle aller „Wochenendler“ sei – sowohl für die derzeit 96 Mitglieder als auch für die Nichtmitglieder. Mitgeteilt wurde ferner, dass seit Jahresbeginn die neu geregelte Zweitwohnungssteuer gilt. Diese beträgt für eine Wohnung mit bis zu 60 Quadratmeter Wohnfläche 120 Euro, für größere Wohnflächen 170 Euro. Das Geld wird ausschließlich für Instandhaltungen im Wochenendgebiet verwendet. So wies Ortsbürgermeister Volker Demmerle darauf hin, dass die Gemeinde 140.000 Euro im Nachtragshaushalt eingestellt hat, um die Straßen des Gebiets für Rettungsdienste und Feuerwehren nutzbar zu machen. Dies werde über die Zweitwohnsteuer refinanziert. Ferner hat er darüber informiert, dass bis Ende August die Zufahrtstraße zum Wochenendgebiet oberhalb des Restaurants „Falkensteiner Hof“ bis einschließlich Müllsammelplatz neu asphaltiert werden soll. Die Ausschreibung für diese Arbeiten laufe derzeit, so der Ortschef. Während der Bauzeit könne das Gebiet nur von „unten“ aus Richtung Marienthal angefahren werden. Des Weiteren werden zur Erleichterung für Rettungsfahrzeuge die Straßenbeschilderungen mit Angaben der Hausnummern erneuert. Auf Nachfrage der Anwesenden wurde mitgeteilt, dass von den freiwilligen Zahlungen der Wochenendgebietler zur Realisierung des Bebauungsplans noch 23.000 Euro zur Verfügung stehen, die ebenfalls für die oben genannten Maßnahmen verwendet werden. Die meisten der Betroffenen hatten im Zusammenhang mit der Bebauungsplan-Erstellung 500 Euro auf ein Konto der Verbandsgemeinde eingezahlt. Nicht zuletzt dank diesem Startkapital hatte ein Planungsbüro mit der Umsetzung beauftragt werden können. Weiteres Thema: Die beiden für jedermann frei zugänglichen Müllsammelplätze an den Eingängen zum Wochenendgebiet bereiten Ärger. Es sei keine Kontrolle darüber möglich, wer alles seinen Abfall in den Containern entsorgt – oft seien es gar keine Bewohner des Gebiets. Cerff forderte hier von den IG-Mitgliedern Eigeninitiative und womöglich eine Meldung der „fremden“ Abfallentsorger. Infos —Neuwahlen: Erster Vorsitzender Hans Cerff; zweiter Vorsitzenden Günter Volz; Schriftführer Hermann Schneider; Kassierer Stefan König; Beisitzer Karl Böhn und Hanspeter Mehne; Kassenprüfer Dagmar Schneider und Gardy Cerff. —Der Sommertreff der IG findet am 18. Juni in der „Burgstubb“ an der Burgruine Falkenstein statt. (afis)

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