Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel A-Klasse Kaiserslautern-Donnersberg: In Lauerstellung

Anders, als es das Bild vermuten lässt, ist Lukas Ermel (rechts) mit der TSG Zellertal in der A-Klasse bislang nicht ins Strauch
Anders, als es das Bild vermuten lässt, ist Lukas Ermel (rechts) mit der TSG Zellertal in der A-Klasse bislang nicht ins Straucheln geraten.

Richtig aussagekräftig ist die Tabelle der A-Klasse Kaiserslautern-Donnersberg nicht. Die Teams bewegen sich ganz unterschiedlich zwischen 14 und 17 absolvierten Partien. Drei Donnersberger Mannschaften haben noch die Chance auf Rang eins oder zwei. Andere stecken tief im Abstiegskampf.

Wintermeister SV Katzweiler wird bisher seiner Favoritenrolle gerecht. Der amtierende Vize, vergangene Runde nur knapp an den FCK Portugiesen und dann in der Relegation gescheitert, steht mit 43 Punkten ganz vorne, dicht gefolgt von der jungen Rasselbande der TSG Kaiserslautern, die nur einen Zähler weniger hat.

Dahinter lauern der SV Gundersweiler, der TuS Göllheim und Aufsteiger TSG Zellertal mit 33 Punkten. Der Abstand scheint groß, doch alle haben ein oder zwei Spiele weniger auf dem Konto als das Spitzenduo.

Zellertal sorgt für Furore

Für die meiste Furore sorgte zweifelsohne Zellertal. Der neue Spielertrainer Rico Sprenger scheint das langjährige Werk von Meister-Coach Roland Eifler fortzuführen, der eine Vielzahl eigener Nachwuchskicker erfolgreich in die Aktiven einband. Die Krönung seiner sechsjährigen Amtszeit war der B-Klasse-Titel 2023.

Auch wenn Eifler nun den TSV Ebertsheim trainiert, verfolgt er die Geschehnisse rund um die TSG selbstverständlich weiter: „Es ist eine eingespielte Mannschaft mit großem Teamgedanken. Sie sind körperlich fit. Das zeigen die Ergebnisse und Spielverläufe. Die Abwehr steht gut. Rico kam ja auch als Fußballer zurück, und die Trainingsbeteiligung ist nach wie vor sehr groß. Ich denke in den nächsten Jahren kann noch viel möglich sein, der Verein ist sehr gut geführt.“ Ob die TSG ganz oben anklopfen kann? Die beiden ersten Pflichtspiele im neuen Jahr werden richtungsweisend und haben es in sich – gegen Göllheim und Primus Katzweiler. Doch zu Hause ist der Aufsteiger noch ungeschlagen.

Auf dem Papier leichtere Gegner

Auf dem Papier leichtere Gegner hat der SV Gundersweiler bei seinen zwei Nachholspielen. Ende Februar erwartet der Tabellendritte die Abstiegskandidaten Gauersheim und Wiesenthalerhof. Schon im März kommen die Duelle in Katzweiler und bei der TSG Kaiserslautern. Die Hinrundenbegegnungen konnte der SVG jeweils für sich entscheiden. Ein Fingerzeig, dass mit der Mannschaft von Spielertrainer Michael Hammerschmidt, der die Torjägerliste in der A-Klasse mit 21 Treffern anführt, im Aufstiegskampf noch zu rechnen ist.

In Srdjan Savic vom Ligakonkurrenten ASV Winnweiler konnte Gundersweiler auch personell in der Winterpause nochmal zulegen. „Unabhängig von einem Aufstieg wollen wir natürlich versuchen Erster oder Zweiter zu werden“, blickt Außenverteidiger und Routinier Josef Wernz der Rückrunde optimistisch entgegen.

Optimismus in Göllheim

Optimismus herrscht auch beim TuS Göllheim, der zum Jahresabschluss Ende November das Topspiel gegen den SV Katzweiler mit 2:1 für sich entschied. Nach vielen Unruhen mit zwei Trainerwechseln spiegeln sich nun gute Stimmung und Spaß auch im bisherigen Saisonverlauf wider. Doch um ganz oben zu landen, darf der TuS Göllheim mit Top-Torjäger Leonard Avdylaj (19 Tore) kaum noch Federn lassen.

Positiv gestimmt ist auch die SG Münchweiler/Langmeil. Mit 16 Punkten aus 15 Spielen steckt der Aufsteiger zwar aktuell im Abstiegskampf, doch schon zeitnah soll ein sicherer Mittelfeldplatz eingenommen werden. „Ich mir sicher, wenn wir in der Rückrunde wieder alle beisammen sind, schaffen wir das auch“, betont Leistungsträger Niklas Linsmayer. So es die Witterung zulässt, gastieren die Kombinierten schon am 18. Februar beim Tabellennachbarn VfR Kaiserslautern II.

Sorgen bei Steinbach II/Börrstadt und Gauersheim

Noch viel dringender Punkte als Münchweiler/Langmeil brauchen der Vorletzte TuS Steinbach/Börrstadt II und der Drittletzte SpVgg Gauersheim. Doch ein Blick auf das Klassement verrät auch: Der Abstand auf das rettende Ufer beträgt nur wenige Zähler.

In der Rückrunde wohl um die „goldene Ananas“ werden der TuS Ramsen und der ASV Winnweiler spielen. Die Plätze acht und neun bedeuten Mittelmaß. Die Konkurrenz hatte zumindest den ASV vor der Runde als Mitfavoriten auf den Titel gezählt. Doch nach dem Aus von Spielertrainer Waldemar Schneider haben weitere Stammkräfte dem Verein den Rücken gekehrt. Der neue Coach Pascal Weber arbeitet nun vorrangig mit jungen, unerfahrenen Spielern und bittet um Zeit.

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