Sippersfeld
800 Bäume im Familienwald gepflanzt
„Wir haben kleine bis mittelgroße Pflanzen gewählt, wobei die besser anwachsen“, erklärt Revierleiter Dieter Gass vom Forstamt Donnersberg. Auf dem Gelände befand sich bislang eine reine Kultur aus Fichten, die der Trockenheit zum Opfer gefallen sind. „Deshalb haben wir uns für klimastabile Baumarten entschieden“, so der Revierförster. Die neu gesetzten Pflanzen wurden unmittelbar nach dem Einbringen in die Erde gegen Wildbiss geschützt.
Sichtlichen Spaß am Geschehen hatte auch die siebenjährige Sophie. Sie war mit ihrem Opa gekommen. Es hat Spaß gemacht „und als der Baum stand, habe ich mein Namensschild angebracht“, schwärmt die junge Dame. Auch die Erwachsenen waren voll des Lobens für diese „wunderbare Aktion“, bei der den Kinder der Wald und die Natur näher gebracht wird.
Projekt soll in Bewegung bleiben
Das sei auch das Ziel dieser Aktion, bestätigt Organisator Walfried Herrmann. „Wir wollen die Bevölkerung für die Belange des Waldes sensibilisieren, aber die Menschen auch bei der Gestaltung und Pflege mit einbinden. Er wird im weitesten Sinne ein Lehrwald“, so Herrmann. „Dieser Tag wird keine Eintagsfliege sein“, versprach er. Im Familienwald sollen künftig Waldbegehungen stattfinden, Fachvorträge gehalten und Waldjugendspiele veranstaltet werden. „Ein Projekt, das in Bewegung bleiben soll.“ Es soll ein Waldgürtel entstehen, in dem Lebensraum für Kleintiere entsteht.
Viele Helfer hatten im Vorfeld der Pflanzaktion Löcher gegraben, darunter auch Robert Pfaff aus Neuhemsbach. „Ich hörte von dieser Aktion. Da ich sie toll und sinnvoll finde, bringe ich mich gerne mit ein“, sagt der Naturliebhaber. Auch die zehnjährige Maria packte gerne mit an. „Die Wurzeln dürfen nicht geknickt werden“, wusste sie. Sie widmete sich der Pflanzung von Esskastanien, „weil ich diese Früchte gerne esse. Vielleicht komme ich später mal zu einem Picknick vorbei“, so die junge Dame aus Sippersfeld.
Steckbriefe erklären die Baumarten
Auf die Bemühungen von Walfried Herrmann hin hat der Donnersbergkreis diese Aktion als Nachhaltigkeitsprojekt eingestuft, was auch eine Förderung mit sich brachte. Die Restkosten werden vom Kulturverein getragen. Er hat auch die Kosten für die Anfertigung und Aufstellung der Baumsteckbriefe übernommen, in denen die drei Baumarten allgemeinverständlich vorgestellt werden.
Eine „Superaktion“ befand denn auch Bürgermeister Rudolf Jacob (CDU) von der Verbandsgemeinde Winnweiler. Sie passe in die Historie von Sippersfeld mit einem kommunalen Wald von über 700 Hektar. „Heute ist fast nichts sinnvoller als diese Aktion, die Anpflanzung von Bäumen“, so der Bürgermeister weiter. „Ich ziehe meinen Hut vor dieser Aktion und den Herren der Planung. Es ist ein großer Gewinn für die Nachhaltigkeit und ein Beitrag zur Aufforstung des Gemeindewaldes“, betonte Ortsbürgermeisterin Martina Lummel-Deutschle (FWG).