Donnersbergkreis Überzeugend in allen Mannschaftsteilen

Die Meistermannschaft des SV Gundersweiler, stehend von links: Vorstand Peter Pfister, Spielertrainer Michael Hammerschmidt, Tob
Die Meistermannschaft des SV Gundersweiler, stehend von links: Vorstand Peter Pfister, Spielertrainer Michael Hammerschmidt, Tobias Basalyk, Sajoscha Basalyk, Jochen Gress, Christoph Wasem, Tobias Stumpf, Patrick Gramsch, Daniel Lenhard, Linienrichter Markus Berger; vorne von links: Christian Prach, Denis Bäcker, Moritz Navarro, Kevin Heske, Philip Fingerhut, Christian Gramsch und Betreuer Nico Pfleger. Es fehlt: Jerome Cornelius.

«Gundersweiler.» Es hat endlich geklappt. Der SV Gundersweiler ist Meister der B-Klasse Kaiserslautern-Donnersberg Nord und steigt in die A-Klasse Kaiserslautern-Donnersberg auf. In 28 Partien fuhr der SVG 22 Siege und 4 Remis, bei einem Torverhältnis von 120:32, ein. Lediglich zwei Spiele gingen verloren. Spielertrainer Michael Hammerschmidt erzielte 60 von 120 Toren und ist somit einer der Grundbausteine des Erfolgs.

Vor der Spielzeit war der SV Gundersweiler für die meisten Betrachter der ganz große Favorit auf den Meistertitel. Doch als nach den ersten vier Begegnungen nur sieben Punkte auf dem Konto waren, blickten einige Leute mit Skepsis nach Gundersweiler. Als dann noch die 4:5-Pokalniederlage gegen die SG Finkenbach/Mannweiler/Stahlberg folgte, war der SVG seine Favoritenrolle los. Nun wirkte der SVG sichtlich befreit und verlor bis zur Winterpause nur noch ein Spiel beim FV Rockenhausen II. Auch in der Rückrunde rechtfertigte die Hammerschmidt-Elf die Meisterschaft. Keine Partie wurde verloren. Auch in der wohl wichtigsten Partie, im Heimspiel gegen den TuS Ramsen, ging man als Sieger vom Platz. Nach diesem Sieg stand für fast alle Betrachter fest, dass sich die Gundersweilerer den Titel holen würden. „Im Großen und Ganzen ist die Saison gut gelaufen. Wir haben konstant gepunktet und fast immer abgerufen“, schildert Spielertrainer Hammerschmidt und fügt hinzu: „Die Meisterschaft war nicht einkalkuliert. Das Ziel war ein Platz unter den ersten Drei.“ Für den ehemaligen Akteur des ASV Winnweiler ist die Meisterschaft das Ergebnis einer überragenden Mannschaftsleistung. In allen Mannschaftsteilen konnte der Meister überzeugen. Torwart Kevin Heske strahlte relativ viel Sicherheit aus und war in den entscheidenden Momenten zur Stelle. Des Weiteren stand die Abwehr um Routinier Jerome Cornelius sehr stabil und ließ nur 32 Gegentreffer zu. Im Mittelfeld sorgten Christoph Wasem und Kapitän Philip Fingerhut für Ordnung, und im Sturm war es Michael Hammerschmidt, der mit 60 Toren einen sehr großen Anteil am Erfolg hatte. Auch die Flügelspieler Patrick Gramsch, Denis Bäcker und Joshua Paul machten in jeder Partie Betrieb und fütterten ihren Coach Hammerschmidt mit guten Flanken. Ebenfalls spielten die Basalyk-Brüder eine bärenstarke Saison. Tobias beackerte seine rechte Seite stets mit sehr viel Elan und voller Tatendrang. Sein Bruder Sajoscha, der meist auf der Zehnerposition eingesetzt wurde, versorgte nicht nur Hammerschmidt mit brillanten Zuspielen, sondern erzielte auch 14 Treffer. Hammerschmidt selbst möchte aber keinen Spieler herausheben. Viel mehr zeigte er Mitleid für die persönliche Situation eines Spielers. „Andreas Zlaugotnis tut mir wahnsinnig leid. Er wollte noch einmal voll angreifen, riss sich dann aber in der Vorbereitung das Kreuzband und fiel die komplette Saison aus“, so der SVG-Spielertrainer über den ehemaligen Kapitän. Auch für die kommende Saison hat Hammerschmidt schon klare Ziele. „Ich denke, dass wir nichts mit dem Abstieg zu tun haben werden. Eine Platzierung zwischen dem dritten und sechsten Rang wäre völlig okay. Das Mittelfeld ist unser Ziel, alles weitere ist Bonus“, betont der 26-jährige Dachdecker. Hierbei verweist Hammerschmidt auf eine Mannschaft, die letztes Jahr den Aufstieg schaffte. „ Bei der Eiche aus Sippersfeld sieht man, dass auch ein Aufsteiger für Furore sorgen kann. An Sippersfeld können wir uns ein Beispiel nehmen“, sagt der Spielertrainer. Zur personellen Situation wollte er keine Stellung nehmen. Bekannt ist, dass sich der SVG zur kommenden Saison mit Umut Aykbaba vom Nachbarverein TSV Dörnbach, der in die B-Klasse abgestiegen ist, verstärkt. Aykbaba, der bereits beim ASV Winnweiler Landesligaluft geschnuppert hat, wird die Offensive des Aufsteigers verstärken. Festzuhalten ist, dass der SV Gundersweiler absolut verdient Meister geworden ist. Abzuwarten bleibt jedoch, ob sich der SVG auch eine Klasse höher behaupten kann. Wenn es nach Michael Hammerschmidt geht, wird man keine Probleme bekommen. Kader SV Gundersweiler Tor: Heske Kevin (24 Jahre/29 Einsätze/0 Tore) Abwehr: Stumpf Tobias (22/27/2), Navarro Moritz (29/26/0), Basalyk Tobias (27/25/3), Cornelius Jerome (33/18/0), Gramsch Christian (31/16/2), Prach Christian (36/9/0), Hobelsberger Daniel (30/9/0), Schiff Jonas (20/6/0), Fischer Erik (21/1/0) Mittelfeld: Wasem Christoph (28/29/0), Gramsch Patrick (28/29/9), Bäcker Denis (30/29/8), Basalyk Sajoscha (26/28/14), Fingerhut Philip (29/25/9), Paul Joshua (22/25/10), Destro Sandro (29/5/0), Klein Timo (34/3/0), Lenhard Daniel (34/1/0), Rupp Fabian (34/1/0), Gress Jochen (28/1/0), Klein Sebastian (34/1/0), Pfleger Nico (32/1/0) Angriff: Hammerschmidt (26/28/60), Rodrigues Sergio (21/7/9), Simon Pascale (31/5/1), Schiff Marc (25/3/0), Hassan Ali Mohamud (19/1/0), Dietrich Dominic Pascal (21/1/0) Spielertrainer: Michael Hammerschmidt.

x