Bad Dürkheim Zur Sache: Mikroplastik

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Wenn Kunststoffe zerfallen, entsteht Mikroplastik. Das sind Teilchen mit einer Größe im Mikro- oder Nanometerbereich. Diese Partikel werden zwar kontinuierlich kleiner, können aber nicht vollständig abgebaut werden. Zu den größten Quellen von Mikroplastik in die Umwelt gehören der Gummiabrieb von Reifen, das Waschen synthetischer Textilien, aber auch Kunstrasenplätze. Mikroplastik ist praktisch überall nachweisbar. Jährlich gelangen weltweit über drei Millionen Tonnen Mikroplastik-Partikel ins Meer. 2015 untersuchte die Universität Basel den Rhein auf die Kontamination mit den Partikeln: Mit durchschnittlich fast 900.000 Partikeln pro Quadratmeter wurde eine der weltweit höchsten Konzentrationen gemessen. Plastik kann Bestandteile wie Weichmacher enthalten, die als krebserregend oder giftig gelten. An der Oberfläche von Mikropartikeln lagern sich viele organische Stoffe an, darunter langlebige, kaum abbaubare Umweltgifte. Seit 2012 forscht Juniorprofessorin Katrin Schuhen mit ihrer Arbeitsgruppe am Institut für Umweltwissenschaften der Universität Landau an der Frage, wie man Abwasser ohne Rückstände reinigen kann. Das Projekt heißt „Wasser 3.0“ für die drei Verschmutzungsarten organisch, anorganisch und Mikroplastik. Ihre Lösung heißt „Stressfix“ – ein Kieselgel, das pharmazeutische Rückstände aus dem Wasser bindet, wodurch sie sich entfernen lassen.

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