Bad Dürkheim RHEINPFALZ Plus Artikel Was in den Wahllokalen am Sonntag zu beachten ist

Der 20. Deutsche Bundestag wird am Sonntag gewählt.
Der 20. Deutsche Bundestag wird am Sonntag gewählt.

Es ist die zweite große Wahl unter Corona-Bedingungen: Die Wahl des 20. Deutschen Bundestags am Sonntag. Was es in den Wahllokalen zu beachten gilt und was das für die Wahlhelfer bedeutet – die RHEINPFALZ hat nachgefragt.

Abstand, Desinfektion, Maskenpflicht, Lüften – was bereits seit Längerem in Innenräumen gilt, zählt auch im Wahllokal. Neben den gängigen Hygienemaßnahmen wird in den Wahllokalen das Einbahnstraßenprinzip umgesetzt, die Tische in den Wahlkabinen werden nach jeder Stimmabgabe desinfiziert. Außerdem dürfen sich nur so viele Wähler gleichzeitig in den Wahlräumen aufhalten, wie Wahlkabinen vorhanden sind.

Jörg Heidemann von der Verbandsgemeindeverwaltung Freinsheim rechnet jedoch damit, dass es aufgrund des hohen Aufkommens der Briefwahlstimmen kaum zu Wartezeiten vor den Wahllokalen kommen wird. Der Briefwahlanteil bei der Bundestagswahl sei nochmals höher als bei der Landtagswahl. Bis Montagmittag hätten rund 7300 Wähler in der Verbandsgemeinde Freinsheim bereits die Briefwahl beantragt.

Auch bei den Kugelschreibern wird auf Hygiene geachtet: „Jeder Wähler bekommt einen neuen Kugelschreiber. Der kann entweder da gelassen oder mitgenommen werden“, erklärt Heidemann. Während laut Stefanie Feigel, Sachgebietsleiterin bei der Stadtverwaltung Bad Dürkheim, die gebrauchten Kulis in der Kurstadt in ein Körbchen zurückgehen, gilt in Wachenheim das gleiche Prinzip wie in Freinsheim. Bettina Schröder von der Verbandsgemeindeverwaltung Wachenheim dazu: „Jeder bekommt den Kuli mit oder er wird abgelegt.“

Selbsttests für die Helfer

Rund 150 Wahlhelfer sind am Wochenende in Bad Dürkheim im Einsatz, wie Feigel berichtet. Auf die Frage, ob es Probleme gab, Wahlhelfer zu finden, antwortet sie: „Wir hatten ein bisschen Mühe, aber es ging. In Bad Dürkheim haben wir einen guten Stamm, notfalls würden Mitarbeiter von uns einspringen.“ Zwar seien es nun genügend Wahlhelfer, ausfallen dürfe aber niemand. Bedenken unter den Helfern bezüglich des Infektionsrisikos im Wahllokal seien keine an sie herangetragen worden. „Alle hatten die Möglichkeit, sich impfen zu lassen. Wir haben schon ganz früh, im Mai, die Wahlhelfer zusammengesucht und sie haben von uns eine Bescheinigung erhalten, sodass sie in der Impfpriorisierung hochgegangen sind“, erklärt Feigel. Für die Wahlvorstandsmitglieder gelte zudem die 3-G-Regel am Sonntag, nicht aber für die Wähler.

Jedem Helfer werde ein Selbsttest zur Verfügung gestellt, erzählt Heidemann von der Verbandsgemeinde Freinsheim. „Die Wahllokale werden samstags eingerichtet. Da werden dann auch die Tests ausgegeben, die daheim oder am Sonntag vor Ort durchgeführt werden können.“ Ihm zufolge sind am Wochenende rund 140 ehrenamtliche Wahlhelfer in der Verbandsgemeinde Freinsheim im Einsatz. Probleme, Helfer für die bevorstehende Bundestagswahl zu finden, habe es keine gegeben.

Gleiches gilt auch für die Verbandsgemeinde Wachenheim. 85 Helfer unterstützen dort laut Schröder bei der Wahl. Sie erklärt, dass der Wahlvorstand Handschuhe für die Auszählung der Stimmen erhält. Zudem dürfe der Wahlvorstand hinter dem Spuckschutz die Maske ablegen. Bei der Auszählung oder wenn die Mitglieder im Raum unterwegs sind, sei die Maske jedoch aufzusetzen.

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