Wachenheim Spielplätze: Musterschüler und Sorgenkinder

An der Schwetzinger Straße soll ein neuer Spielplatz entstehen.
An der Schwetzinger Straße soll ein neuer Spielplatz entstehen.

In Wachenheim gibt es derzeit neun Spielplätze. Während einige modern und frisch saniert daher kommen, stehen einige auf dem Prüfstand. Einer könnte sogar teilweise einem Parkplatz weichen.

Wachenheim verfügt mit dem Generationenplatz an der Schwimmbadwiese über ein attraktives Spiel- und Freizeitangebot. Herzstück der Anlage ist ein asphaltierter Pumptrack, der mit allem, was Räder hat, befahren werden kann. Auf dem knapp 8000 Quadratmeter großen Areal gibt es Spielmöglichkeiten für jede Altersgruppe. Unter anderem werden die Kleinen von einem Piratenschiff gelockt, die Senioren können sich an Trimmgeräten fit halten. Doch sind die anderen Spielplätze auch in gutem Zustand? Fünf Plätze stehen den Kindern neben der Schwimmbadwiese zur Verfügung. Dazu kommen Spielmöglichkeiten an Kita und Hort, die aber nicht öffentlich sind.

Das sind die Spielplätze in Wachenheim:

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Neue Korbschaukel im Erlenweg

Der Spielplatz im Poppental an der Bürklin-Wolf-Straße bietet auf etwa 500 Quadratmetern einen Turm mit Klettermöglichkeiten und Rutsche. Im kleinen Letten erwartet die Kinder auf knapp 1000 Quadratmetern Rutsche, Sandkiste und zwei Spielgeräte zum Aufsitzen. Dieses Angebot soll nach Aussage des Wachenheimer Bauhofleiters, Christian Klug, mit dem Einbau von ein bis zwei neuen Geräten „aufgerüstet“ werden. Der Platz im Erlenweg ist mit 244 Quadratmetern zwar etwas klein, er wurde aber vor zwei Jahren modernisiert und bietet den Kindern eine Korbschaukel, eine Federwippe, einen Spielturm mit Kletterwand, Rutsche und Kletterseilen.

In den Backhauswiesen erwartet Familien auf einem knapp 500 Quadratmeter großen Platz ein vielfältiges Spielangebot. Ein großer Kletterturm mit Hängebrücke und Rutsche und ein weiteres Kletterelement versprechen abwechslungsreiche Bewegungsmöglichkeiten. Eine Sandkiste, ein Kriechtunnel und zwei Schaukeln komplettieren das Spielangebot. Auf der neugestalteten Anlage im Rieslingweg können sich die Sprösslinge auf gut 450 Quadratmetern an zwei Schaukeln, im Sandkasten, auf einer Wippe oder einem Federschaukelgerät austoben.

Marodes Gerät und Vandalismus

Zu den Sorgenkindern in der Wachenheimer Spielplatzlandschaft zählen die Anlagen in der Mittelbergstraße und der Schwetzinger Straße am Bahnhof, die mit über 600 beziehungsweise mehr als 700 Quadratmetern recht groß ausfallen. Die CDU-Fraktion hatte im Stadtrat vor der Sommerpause den Antrag eingebracht, die Fläche an der Mittelbergstraße zu schließen und zurückzubauen, um sie anderweitig nutzen zu können. In der Begründung heißt es, dass der Spielplatz „in die Jahre gekommen ist und kaum noch von Kindern und Jugendlichen genutzt wird“. Außerdem stelle die direkt angrenzende, viel befahrene Waldstraße eine Gefahrenquelle dar. Die Fraktion könne sich vorstellen, auf der Fläche vermietbare Parkplätze zu schaffen. Auch der Verkauf des Grundstückes sei denkbar. Damit für die Kinder und Jugendlichen keine Spielmöglichkeiten verloren gingen, könnte auf einer freien Fläche am Pfortenstück beispielsweise eine Tischtennisplatte, Tischkicker oder eine kleine Kletterwand und Sitzmöglichkeiten geschaffen werden. Über die künftige Nutzung entscheidet der Ausschuss „Tourismus, Jugend und Soziales“.

In der Schwetzinger Straße soll wieder ein Spielplatz entstehen. Aufgrund der Nähe zum Bahnhof gab es nach Auskunft von Bürgermeister Torsten Bechtel (CDU) immer wieder Vandalismus. „Da haben wir die größten Schwierigkeiten gehabt. Deshalb haben wir ihn abgebaut, weil auch die Spielgeräte marode waren“, erklärt Bechtel. Über die weitere Nutzung müsse im Bauausschuss und im Stadtrat entschieden werden. „In dem Bereich haben wir keinen Spielplatz und es wäre wichtig, den Kindern und Jugendlichen dort wieder ein Angebot zu machen“, ergänzt er.

Auf dem Prüfstand: die Anlage in der Mittelbergstraße.
Auf dem Prüfstand: die Anlage in der Mittelbergstraße.
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