Gönnheim RHEINPFALZ Plus Artikel Neue Deutsche Weinkönigin: Großer Empfang in der Heimat

Stilecht: Ein Thron aus Korken für die neue Deutsche Weinkönigin aus Gönnheim.
Stilecht: Ein Thron aus Korken für die neue Deutsche Weinkönigin aus Gönnheim.

Die hübsch geschmückte Festhalle des TV Gönnheim platzte fast aus den Nähten: Großer Bahnhof am Sonntagnachmittag für die neue Deutsche Weinkönigin Charlotte I. Weihl.

Zahlreiche Vertreter aus der Politik, von Wein- und Landwirtschaft und von fast allen Gönnheimer Vereinen gratulierten „Charly“, wie sie von ihren Freunden genannt wird, zu ihrem Erfolg. Als Moderatorin des Abends hatte man Janina Huber, geborene Huhn, vor zehn Jahren Deutsche Weinkönigin aus Bad Dürkheim, gewinnen können. Sie führte nicht nur charmant, sondern auch als Kennerin der Materie durch den fast drei Stunden langen Gratulationsparcours. Charlotte selbst wiederum bedankte sich in einer emotionalen Rede für die Unterstützung, insbesondere die durch ihre Familie. Neun Weingüter aus Friedelsheim und Gönnheim hatten kostenlos Weine zur Verfügung gestellt.

Charlotte schlägt sich „weltklasse“

„Heute ist ein besonderer Tag, an dem wir die 76. Deutsche Weinkönigin feiern dürfen“, begrüßte Ortsbürgermeister Wolfram Meinhardt (FWG) die Besucher, begleitet von heftigem Applaus. Man merke es dem Bürgermeister an, wie stolz er auf die in Gönnheim aufgewachsene Charlotte sei, meinte Janina. „Zur Wahl zu stehen, bedeutet ungeheuren Druck“, wusste Janina aus eigener Erfahrung. Es sei ihr extrem schwer gefallen, die Fragen Charlottes vor dem Wahlabend zu beantworten, ohne ihrerseits für noch mehr Druck zu sorgen. Sie fand es „weltklasse“, wie sich Charlotte dann am Wahlabend vor knapp einem Monat geschlagen habe.

„Wir sind so stolz auf dich“, bekannte Klaus Weber, Vorsitzender des Bauern- und Winzerverbandes Friedelsheim-Gönnheim. Er habe schon bei der Wahl zur Pfälzischen Weinkönigin gesehen, zu was „Charlotte fähig“ sei.

„Was wir in diesem Jahr bekommen haben – mehr geht nicht“, freute sich Landrat Hans-Ulrich Ihlenfeld (CDU) mit Blick darauf, dass die Pfälzische Weinkönigin, Denise Stripf und ihr Team Pfalz ebenfalls aus dem Landkreis kommen. Sie alle hätten bei der Wahl „einen tollen Job gemacht“, fand der Landrat.

Ein Glücksfall für Gönnheim

Es sei zu einer lieb gewordenen Gewohnheit geworden im Jahresrhythmus nach Gönnheim zu kommen, um Charlotte zu gratulieren, meinte Verbandsbürgermeister Torsten Bechtel (CDU). Charlotte sei „ein Glücksfall“ für Gönnheim, die Verbandsgemeinde und den Landkreis. Der Erfolg beruhe auf dem Erfolg einer charismatischen, intelligenten, jungen Frau. Er wünschte ihr „viel Spaß“ in ihrem Amt. Elke Stachowiak (FWG), Ortsbürgermeisterin von Ellerstadt, meinte „ihr seid ein echt tolles Team.“ Und Friedelsheims Bürgermeisterin Anja Bletzer (FWG) lobte Charlottes Mut, auch vor großem Publikum zu sprechen.

Keinen Hehl machte Charlotte in ihrer Dankesrede aus der wichtigen Rolle, die ihre Familie bei ihrem Werdegang spielte. Es sei immer ihr Wunsch gewesen, einmal Weinprinzessin zu werden. Sie entscheide, welchen Weg sie gehen wolle, hätten ihre Eltern ihr immer gesagt: „Wir unterstützen dich dabei.“ Das Niveau der Wahlen sei seit 1981, dem Jahr ihrer eigenen Wahl, ziemlich gestiegen, bekannte die 33. Deutsche Weinkönigin Hildegard Weber (jetzt Elz) aus Gönnheim. Diane Blaul, Pfälzische Weinkönigin 1990/91, fand Charlotte am Wahlabend einfach „unbesiegbar.“ „Wir für den deutschen Wein, gemeinsam sind wir stark“, gab Sandra Krebs, aktuell Weinprinzessin von Friedelsheim-Gönnheim, am Ende die Losung aus.

Wolfram Meinhardt (Ortsbürgermeister) stößt mit Charlotte auf ihren Titel an.
Wolfram Meinhardt (Ortsbürgermeister) stößt mit Charlotte auf ihren Titel an.
Eine prall gefüllte Festhalle zu Ehren der neuen Deutschen Weinkönigin.
Eine prall gefüllte Festhalle zu Ehren der neuen Deutschen Weinkönigin.
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