Meinung RHEINPFALZ Plus Artikel Landtagswahl: Jetzt gilt’s – für Wolf und die CDU

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Das Direktmandat im Wahlkreis Bad Dürkheim war eine klare Sache. Eine Karte der CDU ist damit ausgereizt.

Nein, eine große Überraschung war es nicht, dass Markus Wolf das Direktmandat im Wahlkreis Bad Dürkheim erneut für die CDU geholt hat. Landestrend und Amtsbonus hatten vorab für den 45-Jährigen gesprochen. Vor allem aber hat Wolf in den vergangenen fünf Jahren glaubwürdige politische Arbeit nicht nur in Mainz geleistet, sondern auch vor Ort, im Dürkheimer Stadtrat und im Kreistag. Das starke Ergebnis ist Lohn und Verpflichtung für ihn und die gesamte CDU zugleich: Jetzt ist die Karte, in Stadtrat oder Kreistag aufs Land zu schimpfen, wenn etwas nicht wie gewünscht läuft, ausgereizt. Jetzt gilt’s für die CDU, um den Wahlslogan aufzugreifen.

SPD-Kandidatin Angela Hubach hat sich mit einem ähnlichen Ergebnis wie 2021 Christoph Spies achtbar aus der Affäre gezogen. Ihr Wahlkampf war engagiert, aber glücklos. Sie hatte mit dem Malus zu kämpfen, dass sie außerhalb Freinsheims kaum bekannt war und mit der Bildungspolitik für ein Feld stand, auf dem die SPD angreifbar war. Wofür AfD-Bewerber Philipp Pogoda stand, wurde dagegen nicht so richtig klar. Trotzdem holte er 18,9 Prozent der Stimmen.

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