Bad Dürkheim RHEINPFALZ Plus Artikel Landtagskandidat: Einstimmiges Votum für Wolf

Elke Schanzenbächer, CDU-Spitzenkandidat Gordon Schnieder und Markus Wolf (rechts).
Elke Schanzenbächer, CDU-Spitzenkandidat Gordon Schnieder und Markus Wolf (rechts).

Markus Wolf will sein Direktmandat im Wahlkreis Bad Dürkheim verteidigen. Bei der Nominierung zum CDU-Landtagskandidaten erhielt er prominente Unterstützung .

Bad Dürkheim. Markus Wolf ließ keinen Zweifel daran, was er am 22. März erreichen will: wieder Direktkandidat werden und dabei helfen, die CDU zur stärksten Kraft im Mainzer Landtag zu machen. Der Machtwechsel sei kein Selbstzweck: „Wir müssen dringend etwas ändern an der Politik in Rheinland-Pfalz. Dafür müssen wir die besseren Köpfe stellen, die besseren Ideen und die besseren Konzepte in petto haben. Und die haben wir“, sagte der 45-Jährige.

Für Wolf war es ein Heimspiel im Dürkheimer Haus, die 70 CDU-Mitglieder nominierten ihn schließlich ohne Gegenstimme bei zwei Enthaltungen. Wolf ist unter anderem Vorsitzender des Orts- und Kreisverbands Bad Dürkheim, Fraktionschef im Stadtrat und im Kreistag. Er wolle, dass seine Heimat künftig besser aufgestellt ist als derzeit. Seit 2021 ist der Vater von zwei Kindern Landtagsmitglied und schnell zum stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden aufgestiegen. Er setze sich gerne für die Menschen in seinem Wahlkreis ein, sagte Wolf: Als Beispiele nannte er die Pflanzung von Mandelbäumen entlang der B271 bei Kirchheim oder seinen Einsatz für einen verstärkten Schienenersatzverkehr wegen der Streckensperrungen aufgrund der Dachsbauten.

Nachhaltige, aber bezahlbare Energie

In Mainz ist Wolf unter anderem Mitglied im Ausschuss für Klima, Energie und Mobilität. Er wolle eine Energieversorgung, die sicher, nachhaltig, aber auch bezahlbar ist: „PV auf dem Dach muss das neue normal werden“, sagte Wolf. „Wir stehen zu Klimaschutz, müssen aber Wohlstand und Arbeitsplätze im Blick behalten. Ansonsten setzen wir den starken Zusammenhalt im Land aufs Spiel.“ Aus seiner Arbeit in der Kommunalpolitik wisse er um die Probleme bei der Umsetzung des Kita-Gesetzes, etwa bei notwendigen baulichen Veränderungen, sagte Wolf. Auch Wolfs Ersatzkandidatin, Elke Schanzenbächer aus Weisenheim am Berg, betonte die Bedeutung einer funktionierenden Kita-Landschaft für Kinder und Eltern. Sie erhielt ebenfalls eine klare Mehrheit.

Johannes Steiniger, Bundestagsabgeordneter und Generalsekretär der rheinland-pfälzischen CDU, lobte Wolfs Einsatz in Mainz und in der Politik vor Ort: „Wann du das alles machst, ist mir ein Rätsel.“ Rheinland-Pfalz müsse wieder besser regiert werden.

Wolf sei jemand, der nicht plaudere, sondern arbeite, betonte der CDU-Fraktionsvorsitzende und Spitzenkandidat Gordon Schnieder. Schnieder erklärte, der CDU gehe es nicht darum, Wahlkampf gegen jemanden zu machen, sondern für die eigenen Ideen und Konzepte zu streiten. Er sehe in Rheinland-Pfalz „breiten Stillstand und Rückschritt in vielen Themen“. Als Beispiele nannte er das Gesundheitswesen, den Kita-Bereich und die Wirtschaftspolitik. Der Landesregierung warf er mangelndes Vertrauen in die Kommunen vor. Einer Zusammenarbeit mit der AfD erteilte der CDU-Spitzenkandidat eine klare Absage. Schnieder verteidigte die Grenzkontrollen als notwendig.

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