Bad Dürkheim
Krönungszeremonie mit Tränen und Pfalzhymne
„Ich bin sehr glücklich und freue mich sehr darauf, die Winzer und die Stadt im nächsten Jahr repräsentieren zu können“, sagt Karolin Ott, die in Mannheim Arbeitsmarkt-Management studiert. Neben der künftigen Zusammenarbeit mit den Weingütern, dem Besuch von Weinmessen und den Reisen in die Partnerstädte sei das Dürkheimer Stadtfest ihr „persönliches Highlight“, so Prinzessin Karolin. „Lea hat das in den vergangenen drei Jahren ganz toll gemacht“. Nun drückt die neue Prinzessin ihrer Vorgängerin fest die Daumen. Denn Lea strebt im Oktober die Krone der Pfälzischen Weinkönigin an.
„Lea hat ihr Amt mit Charme, wortgewandt, sicher im Auftritt und einem fundierten Weinwissen, das ihr vom Papa in die Wiege gelegt wurde, ausgeübt. Lea, wir waren von Dir begeistert“, fährt Beigeordneter Kurt Lang (FWG) mit dem Lob fort. Er habe sich gefreut, dass Lea den Wurstmarkt 2022 eröffnen konnte. Der neuen Prinzessin wünscht er viel Glück und Freude in ihrem Amt.
Philipp Hoffmann hebt als Vertreter der Jungwinzer hervor, dass Lea in den schweren Zeiten der Pandemie nicht ihren Enthusiasmus und ihren Mut verloren habe. „Wir wünschen Dir alles Gute. Bleib so, wie Du bist. Es hat uns sehr viel bedeutet, dass Du die vergangenen drei Jahre mit uns verbracht hast“.
„Drei verrückte Jahre“
Lea bedankt sich in einer sehr emotionalen Abschlussrede, bei der zahlreiche Tränen über ihre Wangen kullerten, bei allen ihren Mitstreitern. Sie hätten in der schwierigen Zeit zahlreiche Veranstaltungen auf die Beine gestellt. „Wir haben in die digitalen Events all unsere Liebe gesteckt. Das haben wir gut hinbekommen“, sagt sie. Genossen hat Baßler aber auch die echten Begegnungen wie beim „Literarischen“ in den frühen Morgenstunden. Dort hatte sie wenige Stunden zuvor noch mit den „Anonymen“ auf der Bühne gesungen.
Viel Unterstützung und Verständnis kamen von Freunden und Familie. „Die drei wichtigsten Menschen in der ganzen Zeit waren meine Eltern und meine große Schwester Jennifer“, sagt Lea unter Tränen. Ihr Herz hänge sehr an Bad Dürkheim und am Weinbau und es tue ihr „sehr, sehr weh“, das Amt abzugeben. Sie wisse, dass ihre Nachfolgerin sich auf eine tolle Zeit freuen könne.
„Wir haben eben nicht nur die Dürkheimer Weinprinzessin gehört. Eigentlich haben wir die zukünftige Pfälzische Weinkönigin gehört“, sagt Bürgermeister Christoph Glogger (SPD) unter dem Applaus der Besucher. Weil er Lea versprochen habe, bei ihrer „Entkrönung“ ein Lied zu singen, intonierte der Bürgermeister anschließend mit Lea und den textsicheren Zuschauern das „Palzlied“ der Anonyme Giddarischde. „Natürlich singen wir alle dieses Ständchen für Dich und Deine Zukunft in der Pfalz“. Glogger bedankt sich bei Lea für „drei verrückte und drei wunderbare Jahre“. Anschließend setzt Lea der neuen Weinprinzessin Karolin die Krone auf.



