Kreis Bad Dürkheim
Geld für Sportstätten: Welche Vereine können bald loslegen?
Welche sanierungsbedürftigen Sportstätten haben gute Aussichten, vom Land eine Förderung zu erhalten und welche müssen noch warten? Jedes Jahr erstellen Sportstättenbeirat und Kreisausschuss eine Prioritätenliste, die nach dem Motto funktioniert: „Wer die längste Geduld bewiesen hat, der kommt als nächstes an die Reihe.“ Immerhin 50 Prozent der geplanten Projektkosten übernimmt das Land. Der Landkreis kümmert sich nur um die Platzierung.
Unter etlichen Projekten konnten die politischen Gremien in ihrer Sitzung am Montag einen Haken machen, denn die Förderung des Landes ist bereits da. Dies betrifft zum einen die Modernisierung und den Umbau des Stadions Trift in Bad Dürkheim. Hier schießt das Land rund 490.000 Euro zu. Gleich dahinter rangierte der TC Haßloch mit der Erneuerung des Hallenbodens sowie der Errichtung eines Hallenanbaus. Hier flossen bereits 70.700 Euro. Einen Haken konnten die Gremiumsmitglieder außerdem hinter der Sanierung des Kunstrasenplatzes im Rudolf-Harbig-Stadion in Grünstadt machen (273.000 Euro).
Zusagen für zwei Vereine aus Haßloch
Im März 2026 gab es eine Förderzusage für den FC 08 Haßloch. Der Verein will seinen Tennenplatz in einen Kunstrasenplatz umwandeln. Dafür gibt es vom Land 216.000 Euro. Außerdem erhält die TSG Haßloch 135.000 Euro für die Sanierung des Hallendachs.
Ein Projekt flog aus der Liste heraus: Die Ortsgemeinde Hettenleidelheim entschied sich dafür, die Jahnturnhalle doch nicht zu renovieren. Außerdem bat der VfB Haßloch darum, die Sanierung des Kunstrasenplatzes auf die Jahre 2029/2030 zurückzustellen.
Niederkirchen rangiert jetzt oben
Neu auf Platz eins der Prioritätenliste für 2027 ist somit die Ortsgemeinde Niederkirchen, die für 1,6 Millionen Euro ihre Sporthalle instandsetzen und energetisch sanieren will. Dahinter rangiert der Tennisclub Schwarz/Weiß Bad Dürkheim. Sein erst im vergangenen Jahr neu angemeldetes Projekt ist auf einen aussichtsreichen Platz zwei vorgerückt. Der Club möchte in Zukunft auch Pickleball oder Padel anbieten und seine Plätze entsprechend umbauen. Auch ist teilweise LED-Flutlicht geplant. Hier sind Gesamtkosten in Höhe von 546.000 Euro vorgesehen. Platz drei ist der Reitverein Bad Dürkheim mit der Erneuerung des Turnierplatzbodens. Auch dieses Projekt, das 240.000 Euro kosten soll, wurde erst im vergangenen Jahr eingereicht.
„Zwei bis drei Maßnahmen können pro Jahr gefördert werden“, erläuterte der zuständige Abteilungsleiter Rolf Kley in der Sitzung. Es könne also durchaus sein, dass es nach den beiden Haßlocher Vereinen auch für die Ortsgemeinde Niederkirchen in diesem Jahr noch Zuschüsse geben könnte. Insofern könne der Dürkheimer Tennisclub 2027 oder spätestens 2028 mit der Überweisung der Fördersumme in Höhe von 273.000 Euro rechnen, so Kley.
Auf Platz vier ist die Ortsgemeinde Kirchheim mit dem Neubau eines multifunktionalen Vereinsheims gelistet. Das Projekt soll rund 1,8 Millionen Euro kosten.
Zwei neue Projekte aufgenommen
Dahinter rangieren zwei neu eingereichte Projekte: Der SV Weisenheim am Sand will seinen Kunstrasenplatz erneuern, die Flutlichtanlage umrüsten und einen Ballfangzaun errichten. Gerechnet wird mit Gesamtkosten in Höhe von 440.000 Euro. Der TV Dürkheim plant die Sanierung des Flachdachs und möchte eine Photovoltaikanlage montieren. Dafür wurden rund 211.200 Euro veranschlagt.