Bad Dürkheim
Padel und Hartplätze mit Flutlicht: Tennisclub stellt sich neu auf
„Tennisverein der Zukunft“ hat der Tennisclub Schwarz-Weiß sein Konzept überschrieben, das die Mitglieder in ihrer jüngsten Versammlung im April verabschiedet haben. Es sieht mehrere Projekte vor, die zusammen etwa 546.000 Euro kosten werden, wie Vorstand Thorsten Bartels zusammenfasst. So sollen drei Ascheplätze in Tennishartplätze mit Flutlicht umgerüstet werden, was rund 230.000 Euro kosten wird. Außerdem könnte man darauf auch Pickleball spielen, eine neue Trendsportart, die sich aus Badminton entwickelt hat. „Die Plätze, die zu den ältesten unserer insgesamt zwölf Ascheplätze gehören, wären dann ganzjährig bespielbar und wartungsfrei“, so Bartels. Außerdem würde man durch das Sparen von Wasser einen Klimabeitrag leisten.
Aus dem kaum genutzten Platz mit der Nummer sieben möchte der Club einen „Multi Court“ mit Kunstrasen machen, der ebenfalls mit LED beleuchtet werden soll. Hier rechnet der Club mit Kosten von 65.000 Euro. Dringend modernisiert werden muss die Tenniswand für 31.000 Euro. Außerdem sollen zwei Plätze zu Padel Courts mit Kunstrasen werden (125.000 Euro). Neben Pickleball gilt Padel als die am schnellsten wachsende Sportart. Die Mischung aus Tennis und Squash wird in der Regel im Doppel auf einem kleineren, von Wänden umgebenen Platz gespielt. Gespielt wird wie beim Tennis über ein Netz. Beide werden gerne angeboten, um frischen Wind in Sportvereine und Freizeitanlagen zu bringen.
Finanziell über dem Berg
Die Voraussetzungen für diese Zukunftsinvestitionen sind laut Bartels günstig. „Wir sind finanziell über dem Berg“, stellt er fest. Großkredite für den Hallenkauf und die PV-Anlage habe der Verein getilgt. Trotz dieser Belastungen sei es möglich gewesen, in den vergangenen drei Jahren alle geförderten Modernisierungs- und Digitalisierungsprojekte erfolgreich abzuschließen. Geholfen habe dabei die Stadt Bad Dürkheim durch die Stundung der Erbbaupacht und der Grundsteuer sowie die Sparkasse Rhein-Haardt mit vergünstigten Konditionen. Das restlichen finanziellen Belastungen habe man von einer halben Million auf 75.000 Euro abbauen können. „Wir können also in unsere Zukunft investieren“, betont Bartels.
Ohne Förderungen geht dies jedoch nicht. So hat sich der Dürkheimer Club jüngst für einen Zuschuss über den Sportstättenförderplan des Kreises beworben. In dieser Prioritätenliste wurden die Projekte des TC auf Platz acht eingruppiert. „Eine Genehmigung wird etwa drei bis vier Jahre dauern“, schätzt Bartels. Möglicherweise könnten einzelne Elemente des Konzepts aber auch herausgenommen und früher umgesetzt werden. So will der TC versuchen, die Sanierung der Tenniswand sowie den Multicourt-Umbau inklusive Flutlicht vorzuziehen. Für beide Projekte (96.000 Euro) soll ein Förderantrag für ein Sonderprogramm beim Sportbund Platz gestellt werden. „Wenn das klappt, könnten wir diese Elemente schon 2026 umsetzen“, erläutert Bartels.
Mitgliedsbeiträge stabil
Trotz dieser Vorhaben habe man die Mitgliedsbeiträge nicht anpassen wollen, sie bleiben also im zwölften Jahr in Folge stabil. Stattdessen gibt es Vergünstigungen für Familien mit mehreren Kindern sowie für Neumitglieder. Die geringeren Einnahmen will der Verein auch durch einen Zugewinn an Sponsoren und Werbepartnern sowie Spenden auffangen. In der Sommersaison, die am 27. April startet, will der TC mit 21 Mannschaften antreten, neun davon im Jugendbereich. Bei den Jugendlichen gab es im vergangenen Jahr acht Neueintritte, dafür haben 23 Erwachsene ihre Mitgliedschaft gekündigt. „Auch deshalb ist es wichtig, unser Angebot attraktiver zu machen“, betont Bartels. Womöglich finden sich auch neue Mitglieder über die erfolgreiche Gastronomie. Das Restaurant Elia im Tennisclub lockt auch viele Nichtmitglieder an. „Das läuft exzellent“, freut sich Bartels.
Termin
Saisoneröffnung am Sonntag, 27. April, ab 12 Uhr.