Kommentar
E-Ladesäulen: Paradoxe Situation
Das hört sich nach einem echten Schildbürgerstreich an: Die Politik wird nicht müde zu betonen, wie wichtig der Aufbau der Infrastruktur für die E-Mobilität ist. Und dann das: Die Werke in Bad Dürkheim, Wachenheim oder Deidesheim dürfen wie so viele Pfälzer Stadtwerke ab 2024 keine E-Ladesäulen mehr betreiben. Die Stadtwerke Deidesheim sitzen da mit fertigen Plänen und einem Förderbescheid des Bundes für zwei Ladesäulen, und dürfen sie nicht bauen, weil das Gesetz es ihnen verbietet. Die Wachenheimer Werke denken über die Rücknahme eines Antrags für eine weitere Schnellladesäule nach, obwohl es an den vorhandenen Lademöglichkeiten brummt. Der Grund dafür ist, dass Werke bis zu einer bestimmten Größe Vertrieb und Netzbetrieb unter einem Dach vereinen – was seit vergangenem Jahr ein Ausschlusskriterium für den Betrieb von E-Ladesäulen ist. Der Aufbau der Infrastruktur für E-Mobilität wird dadurch schon jetzt ausgebremst. Höchste Zeit für eine Gesetzesänderung.
