Zur Sache
Berufsbegleitende Erzieher-Ausbildung auch als Berufsanfänger
Das neue Kita-Gesetz schafft laut Bildungsministerium die Grundlagen für rund 1600 neue Stellen. Allein es fehlen die Erzieher. Das Land hat reagiert: Seit rund einem Jahr darf bis zu 30 Prozent des Personals einer Kita aus „profilergänzenden Kräften“ bestehen. Dieser Quereinstieg steht allen Berufsgruppen offen. Sie müssen „zum Profil“ der Einrichtung passen, so das Ministerium, und innerhalb von zwei Jahren eine Basisqualifizierung von rund 160 Unterrichtseinheiten machen. Fachpersonal muss 70 Prozent einer Kita ausmachen.
Unter Quereinsteigern versteht das Ministerium all diejenigen, die einen Beruf außerhalb der Kita erlernt haben. Der Einstieg sei auch als Vertretung möglich. Der KEA Bad Dürkheim teilt mit, dass in den Kitas sowohl ungelernte Hilfskräfte zum Einsatz kommen, die Fachkräfte zielführend unterstützen können, als auch profilergänzende Kräfte, die aufgrund ihrer Ausbildung oder privaten Engagements eine Bereicherung für das Angebot sein können, etwa Schreiner oder Fußballtrainer. Sie müssen parallel zur Tätigkeit eine Basisqualifizierung durchlaufen. Eine weitere Option ist die berufsbegleitende Ausbildung zum Erzieher, bei der die Azubis unmittelbar in der Kita eingesetzt werden. Sie dauert drei Jahre und wird vergütet.
In Bad Dürkheim arbeiteten im Januar in zehn Kitas mit 116 Erzieherin acht fachfremde Aushilfskräfte. In Wachenheim gibt es zwei Quereinsteiger, im Kita-Zweckverband sind es drei Personen und in der VG Freinsheim vier.
