Kallstadt Bebauung in Kallstadt: Zustimmung zu Vorschlägen des Planungsbüros

Ein Blick auf Kallstadt.
Ein Blick auf Kallstadt.

Schon seit 2000 ist die Bebauung einer kleinen Fläche im Nordosten Kallstadts Thema. Der Bebauungsplan-Entwurf sorgte nun für mehrstündige Diskussionen.

In den Jahren 2000 sowie 2009/2010 gab es erste Anfragen für eine Bebauung, die jedoch keinen Erfolg hatten. Im November 2018 lehnten die Mitglieder des damaligen Gemeinderats, mit der knappen Mehrheit von einer Stimme, die Aufstellung eines Bebauungsplans für das Gebiet ab.

Damals hatten Grundstückbesitzer und Investoren Interesse an einer Bebauung des Gebiets, das im Flächennutzungsplan als Wohnfläche vorgesehen ist. Im Juni 2021 wurde dann doch mit neun Stimmen, bei sechs Gegenstimmen, die Aufstellung eines Bebauungsplans Neugasse-Ost beschlossen. Dies allerdings für ein kleineres Gebiet als ursprünglich gewünscht und verbunden mit zahlreichen Vorgaben für die zukünftige Bebauung.

Immer wieder Kritik

Im Oktober 2023 legte Hubert Deubert, Leiter des Planungsbüros Deubert+Partner in Quirnheim, im Gemeinderat einen Entwurf für einen Bebauungsplan vor. Auch jetzt gab es wieder Kritik. Es wurde beschlossen, dass der Entwurf des Bebauungsplans vorzeitig öffentlich ausgelegt wird sowie Stellungnahmen der sogenannten Träger öffentlicher Belange eingeholt werden.

Die liegen inzwischen vor. In der Ratssitzung in der vergangenen Woche ging es darum, dass die Stellungnahmen abgewogen werden. Das bedeutet, dass die Ratsmitglieder entscheiden sollen, ob und in welchem Umfang diese Stellungnahmen berücksichtigt werden.

Wie Thomas Bayer, Leiter des Fachbereichs Bauen und Liegenschaften der Verbandsgemeindeverwaltung Freinsheim, sagte, sind 19 Stellungnahmen der sogenannten Träger öffentlicher Belange und eine Stellungnahme eines Bürgers eingegangen. Das Planungsbüro Deubert hat zu jeder der Stellungnahmen einen Vorschlag zur Abwägung vorgelegt.

Fünf Stellungnahmen enthalten keine Bedenken und Anregungen, in einigen anderen geht es lediglich um Formalien oder Kleinigkeiten. Naturschutzgruppen und der Landesjagdverband lehnen eine Bebauung grundsätzlich ab. In einigen anderen Stellungnahmen werden Bedenken geäußert. Nach Angaben von Jaworek teilen die drei Ratsmitglieder der BLW diese Bedenken und teils auch die Ablehnung. Das habe zu ausführlichen Diskussionen geführt. Am Ende sei jedoch mit großer Mehrheit den Vorschlägen des Planungsbüros zugestimmt worden. Außerdem sei beschlossen worden, dass die Planung nun nochmals öffentlich ausgelegt wird.

x