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Montag, 02. Dezember 2019 - 16:14 Uhr Drucken

Pfalz-Ticker

Neustadter Missbrauchsfall: Freispruch für Mutter, Bewährung für Onkel

Über den Neustadter Missbrauchsfall hat das Gericht hinter verschlossenen Türen verhandelt.

Über den Neustadter Missbrauchsfall hat das Gericht hinter verschlossenen Türen verhandelt. ( Foto: Kul)

Das Landgericht in Frankenthal hat eine Neustadterin von dem Vorwurf freigesprochen, eine ihrer Töchter missbraucht zu haben. Nach Angaben eines Justizsprechers hatte auch die Staatsanwaltschaft am Ende des nicht öffentlich geführten Prozesses die Frau als unschuldig eingestuft. Ihren Halbbruder haben die Richter hingegen verurteilt: Er hat sich demnach 33-mal an den mittlerweile erwachsenen Kindern seiner Halbschwester vergangen. Es soll für ihn allerdings bei einer Bewährungsstrafe bleiben – unter anderem, weil er zur Tatzeit in den Jahren 2001 bis 2003 selbst noch minderjährig war.

Beschuldigter Vater vor Prozess gestorben

Eigentlich hätte sich in dem Verfahren auch der Vater der Opfer für Übergriffe verantworten sollen. Er ist aber vor etwa zwei Jahren gestorben. Dieser Mann war bereits einschlägig vorbestraft: Noch ehe er eigenen Nachwuchs zeugte, soll er RHEINPFALZ-Informationen zufolge auf einem Spielplatz einen Jungen missbraucht haben. Dem Jugendamt war diese Vorgeschichte auch bekannt. Dass er sich später auch an seinen eigenen Kindern vergangen zu haben scheint, fiel trotzdem erst auf, als diese sich offenbarten. Dennoch versichert eine Sprecherin der Stadt Neustadt: „Hier wurde definitiv alles unternommen, um die Kinder vor einem möglichen Missbrauch zu schützen.“

Wie kompliziert solche Fälle für Behörden sind, steht hier.

|häm, ann

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