1. FC Kaiserslautern Glücksgefühl des Ex-FCK-Trainers Hildmann jäh zerstört
Luca Sirch mimte den Spielverderber. Der Mittelfeldspieler des 1. FC Kaiserslautern vermieste einem Trio des SC Preußen Münster mit FCK-Vergangenheit die Rückkehr an die alte Wirkungsstätte. Sirch traf zum 2:1 für den FCK.
Am Elternhaus von Sascha Hildmann in Enkenbach fuhr der Mannschaftsbus des SC Preußen Münster vorbei. Der Cheftrainer des SCP war auf dem Weg mit seiner Mannschaft ins Teamhotel in Kaiserslautern. Da blieb keine Zeit für einen Besuch.
Die Eltern von Sascha Hildmann sehen es ihrem Sohn nach. Zum einen haben sie sich erkältet und kurieren den grippalen Infekt aus. Zum anderen ist Sascha Hildmann regelmäßig in der Heimat. Da schaut er bei seinen Eltern vorbei. So fiel die Hildmann-Freundesgruppe, die den Trainer des SCP nach der 1:2-Niederlage am Sonntag im VIP-Raum des Fritz-Walter-Stadions begrüßte, etwas kleiner aus. Für Hildmann war es wichtig, die Freunde und Bekannte nach dem Spiel zu sehen – wenn auch für einen kurzen Moment.
Hildmann von 2018 bis 2019 FCK-Coach
Sascha Hildmann genießt einen guten Ruf in Kaiserslautern. Der 52 Jahre alte Pfälzer ist in Kaiserslautern geboren worden, wuchs hier auf, spielte in der Jugend für den FCK und später für die Amateure in der damaligen dritthöchsten Liga. Von 2018 bis 2019 war Hildmann schließlich Cheftrainer beim FCK – seinem Herzensverein. Er hält noch den Kontakt in die Heimat.
Das Spiel am Sonntag war daher ein besonderes für ihn. Das verhehlte Hildmann nicht. Umso bitterer war der Ausgang. „Es war ein sehr, sehr intensives Spiel. Wir sind gut in die Partie gekommen, haben sehr konsequent und sehr kompakt verteidigt, hatten unsere Umschaltmomente, gerade in der ersten Halbzeit, wo wir uns mit einem Tor belohnen müssen“, sagte er. Nach dem 1:0 für den FCK durch Marlon Ritter brach Münster nicht ein. „Dann machst du das Tor, und dann hatte ich das Gefühl, dass wir unbedingt das zweite Tor nachlegen wollten. Am Ende bekommst du einen Konter, das hat uns sehr wehgetan. Wir haben heute ein tolles Fußballspiel gezeigt“, sagte Hildmann.
Unter Hildmanns Zeit als FCK-Cheftrainer spielte Florian Pick. Er kam vor einigen Tagen vom 1. FC Nürnberg zu Preußen Münster. Pick war schon vor der Saison der Wunschspieler Hildmanns. Doch Pick entschied sich im Sommer für die Franken. Nun aber klappte der Transfer. Pick spielte von 2011 bis 2013 in der Jugend des FCK sowie von 2016 bis 2020 für die Amateure und Profis. 67 Spiele absolvierte er für die Lizenzmannschaft des FCK. „Wir haben gut dagegengehalten, daran können wir anknüpfen“, sagte Pick am Sonntag: „Meine erste Chance muss ich machen, es ist ein bisschen bitter.“ Für den 29 Jahre alten Pick war es ein Spiel auf des Messers Schneide. „In der letzten Minute dürfen wir hinten nicht zwei gegen zwei stehen, da müssen wir noch mal draufschauen. Das soll unsere Leistung aber nicht schmälern. Es wird uns nicht umbringen. Die Rückkehr nach Lautern ist dennoch immer schön“, sagt er.
Schads schwieriger Stand in Münster
Dominik Schad trug von 2018 bis 2023 das FCK-Trikot und erlebte eine Achterbahn der Gefühle beim FCK. Beim SC Preußen Münster kam der 27 Jahre alte Abwehrspieler in dieser Saison auf 47 Minuten. Gestern saß er auf der Ersatzbank. Zu mehr reicht es aktuell nicht. Die FCK-Bande mit seinem Chefcoach Sascha Hildmann verschafft Schad jedenfalls keine Vorteile in Sachen Startaufstellung.
