1. FC Kaiserslautern Spätes Glück: Sirch schießt FCK zum Sieg gegen Preußen
Der 1. FC Kaiserslautern setzt seinen Höhenflug fort. Mit dem 2:1 (0:0) gegen Preußen Münster kamen die Roten Teufel am Sonntagnachmittag vor 42.901 Besuchern im Fritz-Walter-Stadion im dritten Pflichtspiel des Jahres zum dritten Sieg. Wohin geht die Reise? Die kommenden Gegner heißen Hertha BSC, Hannover 96 und Hamburger SV. Auf den FCK, der Tabellenplatz vier belegt, warten wegweisende Partien.
Cheftrainer Markus Anfang hatte hinsichtlich des Duells mit dem Aufsteiger aus Münster vor allem die Frage zu beantworten, wie er die Position des rechten Schienenspielers schließen sollte. Jan Gyamerah hatte beim 4:2 in Fürth die Ampelkarte quittiert und musste pausieren. Den vakanten Part füllte Jean Zimmer. In der Innenverteidigung vertraute Anfang dem erst in der zurückliegenden Woche verpflichteten Maxi Bauer. Ihm zur Seite standen Jan Elvedi und Luca Sirch. Leon Robinson rückte eine Position nach vorne ins defensive Mittelfeld, das er mit Filip Kaloc verdichtete. Sturm-Ass Ragnar Ache saß abermals auf der Bank, wie in Fürth bildeten Daisuke Yokota, Daniel Hanslik und Marlon Ritter das offensive Dreigestirn.
Pick bringt den FCK in die Bredouille
Dieses allerdings kam lange nicht zur Geltung. Es dauerte 38 Minute, ehe der FCK erstmals auf das von Morten Behrens gehütete Preußen-Gehäuse schoss. Kaloc versuchte sein Glück aus der zweiten Reihe. Der Gast war bis dahin weitaus gefährlicher geworden. Nach 13 Minuten ergab sich eine gute Gelegenheit für Jorrit Hendrix, aufgelegt vom ehemaligen Kaiserslauterer Florian Pick. Dieser hatte alsbald selbst die Führung auf dem Fuß.
David Kinsombi hatte in der eigenen Hälfte gegen Marlon Ritter den Ball erobert und nach einem Zwischenspurt Pick bedient, der zog zweimal auf und fand schließlich in Julian Krahl seinen Meister (34.). Infolge der anschließenden Ecke kam Hendrix zum Abschluss, der Ball strich über den Querbalken. Zwei Minuten später parierte Krahl in ein und derselben Szene gegen Pick und Kyerewaa. Preußen hätte führen können, der FCK blieb vieles schuldig.
Ein Zeichen für Zuck
Die zweite Hälfte begann der Gastgeber personell unverändert, aber zupackender. Und das zahlte sich schon in der 50. Minute aus. Marlon Ritter servierte mit seiner ganzen Finesse im Abschluss das 1:0. Hernach sauste er an die Außenlinie und schnappte sich ein Trikot mit der Nummer 21, das Hendrick Zuck zu tragen pflegte. Linksverteidiger Zuck erlitt jüngst erneut eine Kreuzbandverletzung, die vermutlich das Karriereende nach sich zieht. Ritter hielt Zucks Dress in die Höhe und präsentierte es mit seinen Kollegen dem jubelnden Publikum.
Chancen blieben weiter rar. Der Anhang des FCK musste eine Zitterpartie fürchten. Zu Recht: David Kinsombi erzielte in der 79. Minute den Ausgleich. Krahls Abstoß kam als zum Bumerang zurück, Makridis legte von der linken Seite für Kinsombi auf, der vom Elfmeterpunkt mit links sicher vollstreckte. In der Summe ein verdientes Ausgleichstor. Allerdings zog dies keinen Punktgewinn nach sich. In der Nachspielzeit markierte Luca Sirch nach einem schnellen Gegenstoß das 2:1. Der eingewechselte Faride Alidou hatte als Vorbereiter fungiert.
