1. FC Kaiserslautern
Daisuke Yokota sorgt für Schreckmoment im FCK-Training
Man hätte doch annehmen mögen, dass die Fußballgötter den Derbysiegern und Seriengewinnern des 1. FC Kaiserslautern angenehme Bedingungen bescheren würden, wenn sie das Training wieder aufnehmen. Doch weit gefehlt. Als Marlon Ritter und Kollegen am Dienstagnachmittag zur ersten Übungseinheit der Woche auf Platz 4 nahe des Fritz-Walter-Stadions marschierten, viele „vermummt“, um sich vor der Witterung zu schützen, nieselte es vom wolkenverhangenen Himmel, bei Temperaturen von knapp vier Grad Celsius. Angesichts des schmuddeligen Wetters war es auch nicht verwunderlich, dass nur etwa 100 Unentwegte sich eingefunden hatten, um ihre Lieblinge bei der Vorbereitung auf das Zweitliga-Spitzenspiel am kommenden Samstag beim SV Darmstadt 98 (ab 20.30 Uhr, Liveblog auf rheinpfalz.de) zu beäugen.
Ihnen allen fuhr nach etwas mehr als einer Stunde Übungszeit der Schrecken in die Glieder. Wirbelwind Daisuke Yokota musste das Training abbrechen, er wurde von Physiotherapeutin Lisa Eisel mit dem Auto die kurze Strecke von Platz 4 bis zum Stadion gefahren. Was war geschehen? „Er hat einen Schlag ins Gesicht bekommen, ihm war etwas schwindelig, da haben wir ihn lieber reingetan“, bekundete Cheftrainer Markus Anfang nach dem Ende des Trainings.
Kenny Prince Redondo fällt aus
Neben dem an der Wade verletzten Ragnar Ache und dem weiterhin erkrankten Daniel Hanslik fehlte auch Kenny Prince Redondo, der beim 3:1 über den Karlsruher SC am Samstag das zwischenzeitliche 2:0 erzielt hatte. Der lädierte Zeh, der den Deutsch-Spanier seit Längerem beschäftigt, meldet sich immer wieder, reagiert auf Belastung. „Der Zeh braucht Ruhe, das ist leider so, er wird uns jetzt wahrscheinlich auch nicht mehr zur Verfügung stehen“, sagte Anfang mit Blick auf die beiden noch ausstehenden Spiele des Jahres gegen die „Lilien“ und den 1. FC Köln. „Das hat auch ein bisschen damit zu tun, dass wir ihn in der Rückrunde wieder dabeihaben wollen. Das muss jetzt alles mal abklingen. Entscheidend ist, dass da jetzt Ruhe reinkommt.“ Ob eine Operation vonnöten sein könnte, um die Entzündung zu beseitigen und das Problem zu beheben, vermochte Anfang am Dienstag nicht zu prognostizieren.
Auch Jean Zimmer ist weiterhin unpässlich. Grund sei laut Anfang eine Verletzung im hinteren Bereich eines Oberschenkels. Im Reha-Training werde permanent getestet, wie viel Belastung möglich sei, „da müssen wir halt auch ein bisschen vorsichtig sein“, sann der Cheftrainer.
Klement zurück im Training
Philipp Klement kehrte dafür ins Mannschaftstraining zurück. Wochenlang hatte er aufgrund einer Wadenverletzung passen müssen, nun fand das Individualtraining für den 32-jährigen Spielmacher ein Ende. Erstmals absolvierte Klement wieder fast eine komplette Einheit mit dem Team. „Da würde ich noch nicht so viel hineininterpretieren“, sagt Anfang gleichwohl, „er ist lange ausgefallen und muss erst mal wieder auf sein Level kommen.“ Ehe Klement ein Pflichtspiel absolvieren kann, wird noch einige Zeit verstreichen.
Daniel Hanslik dürfte in Bälde wieder ins Mannschaftstraining einsteigen und für die Partie in Darmstadt eine Option sein. Zimmer, Ache und Redondo werden definitiv fehlen. Als Redondo-Ersatz könnte Richmond Tachie infrage kommen, sofern er sich im Training aufdrängt. Am Dienstag präsentierte er sich ebenso fit wie Tobias Raschl und Aaron Opoku. Tachie spielte in dieser Saison erst 330 Minuten, Raschl gar nur 125. Opoku zieht es offenbar in die USA, nach St. Louis in die Major League Soccer. Das jedenfalls geht aus Berichten des TV-Senders „Sky“ hervor. Seinen Vertrag in Kaiserslautern wird er auf keinen Fall verlängern. Äußern mochte er sich zu seiner Situation bislang nicht. Gleiches galt am Dienstag für Raschl und Tachie.
