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Michelin prüft „Optionen“ für Werke Homburg, Karlsruhe und Trier
Michelin Deutschland habe „vor dem Hintergrund des wachsenden Wettbewerbsdrucks und der steigenden Produktions- und Verwaltungskosten in Deutschland“ Beratungen mit seinen Sozialpartnern aufgenommen, teilte eine Konzernsprecherin auf Anfrage mit.
Gegenstand dieser Gespräche seien „die Wettbewerbssituation und die Produktionsreduzierung“ in Karlsruhe und Trier sowie die Neureifenproduktion und die Herstellung von Halbfabrikaten in Homburg. Der Standort Landau sei nicht Gegenstand der Beratungen. Ziel der Gespräche mit den Arbeitnehmervertretungen sei es, gemeinsam „mögliche Optionen für diese Situation“ zu prüfen. Bisher sei noch keine Entscheidung getroffen worden, so die Sprecherin.
Zweitgrößter Logistikstandort in Europa
Das Michelin-Werk in Homburg beschäftigt aktuell 1300 Mitarbeiter, jeder vierte davon kommt aus der Pfalz. Der Konzern bezeichnet den Standort als eines der weltweit wichtigsten Lkw-Reifen-Werke von Michelin. Dort werden jährlich etwa eine Million Neureifen und 620.000 runderneuerte Nutzfahrzeugreifen produziert und 150.000 Tonnen Gummimischungen und Stahlcordgewebe, die den Reifen Festigkeit geben. Am Standort Trier produziert Michelin mit rund 100 Beschäftigten Drahtprodukte für Reifen. In Karlsruhe stellen rund 500 Mitarbeiter Leicht-Lkw-Reifen her.
In Landau steht ein Michelin-Logistikzentrum mit etwa 360 Beschäftigten. Es ist der zweitgrößte Logistikstandort des Konzerns in Europa. Auf einer Fläche von 31 Hektar werden laut Michelin pro Jahr 300.000 Tonnen Reifen umgeschlagen.
Michelin beschäftigt weltweit 125.000 Menschen und produziert an 123 Standorten in 26 Ländern. Im ersten Halbjahr 2023 legte der Umsatz gegenüber der gleichen Vorjahreszeit um rund 6 Prozent zu auf 14,1 Milliarden Euro. Das Betriebsergebnis wuchs um 11 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro.