Multimedia-Lexikon
Was sind eigentlich Nits?

Von Michael Wollweber
Smartphones sollen hell leuchten können, vor allem, wenn die Sonne scheint. Dann ist beispielsweise zu lesen, dass ein Gerät maximal 500 Nits, ein anderes gar 1000 liefert. Das iPhone 15 Pro Max wirbt mit 2000 Nits, ein brandneues OnePlus Open mit rekordverdächtigen 3000 Nits. Vorab zur Einsortierung: 500 Nits sind die Untergrenze bei neuen Handys, 1000 Nits sind gut, alles deutlich darüber sehr gut, aber kaum praxisorientiert, weil selten jemand sein Handy mit maximaler Leuchtstärke betreibt.
Nun die Definition: Ein Nit bedeutet ein Candela pro Quadratmeter Displayfläche. Mit Candela wiederum wird gemessen, mit welcher Stärke eine Lichtquelle in eine Richtung strahlt. Es geht also nicht um die gesamte Rundum-Leuchtstärke einer Lichtquelle. Die wird wiederum in Lumen gemessen, was die Maßeinheit für die Helligkeit von Projektoren ist. Und die Nits? Die sagen nicht, wie hell eine einzelne Lichtquelle ist, sondern wie viel Helligkeit von einer leuchtenden Fläche ausgeht. Da Displays nicht wie eine Lampe strahlen, sondern ihr Licht auf einer Fläche abgeben, ist Nit die richtige Maßeinheit, um die Helligkeit von Bildschirmen aller Art zu messen.
Die Nit-Angabe in einer Produktbeschreibung bezieht sich immer auf die maximale Helligkeit bei der Anzeige von weißem Licht. Manchmal wird statt von Nits auch von Leuchtdichte gesprochen.