Unternehmen Umbesetzungen bei BASF in Ludwigshafen wegen Stilllegung

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Der Chemiekonzern BASF stellt das Geschäft und die Produktion von Hydrosulfiten an seinem Heimatstandort Ludwigshafen ein.

Infolgedessen werde das Unternehmen die Lieferung der entsprechenden Produkte Hydrosulfit F sowie HydroBlue 90, HydroBlue 92, Hydrosulfit Evo, Adlite und Blankit auslaufen lassen. Das hat die BASF am Mittwoch mitgeteilt.

Die Entscheidung sei Teil der laufenden strategischen Überprüfung der Produktionsstruktur am Standort Ludwigshafen. Die Stilllegung der betreffenden Anlage solle im Laufe des ersten Halbjahrs 2026 erfolgen, sagte ein BASF-Sprecher auf Anfrage der RHEINPFALZ.

Der Produktionsstopp ist laut Unternehmensmitteilung Teil der Strategie der BASF, sich auf „Geschäftstätigkeiten mit langfristigem Wertschöpfungspotenzial“ zu konzentrieren.

65 Beschäftigte betroffen

Die BASF werde die etwa 65 Mitarbeitenden, die derzeit im Hydrosulfite-Geschäft tätig sind, dabei unterstützen, neue Positionen innerhalb der Unternehmensgruppe zu finden.

Man versuche, die Mitarbeiter nach Rücksprache in andere Jobs innerhalb des Chemiekonzerns zu vermitteln, sagte der Sprecher.

Nach seinen Angaben wird die Anlage zu gegebener Zeit „geschlossen und irgendwann abgebaut“. Die BASF stellt die Produktion von Hydrosulfiten damit demnach komplett ein. Ludwigshafen sei der einzige BASF-Standort, an dem Hydrosulfite produziert würden, sagte der Unternehmenssprecher.

Bleichmittel für Papier – auch bei Textilfärbung verwendet

„Fokus ist ein Eckpfeiler unserer Winning-Ways-Strategie“, sagte Ramkumar Dhruva, Leiter des Unternehmensbereichs Monomers bei der BASF. „Indem wir uns auf Rentabilität und langfristige Wertschöpfung konzentrieren, sichern wir die Wettbewerbsfähigkeit in einem herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld. Während wir unsere Aktivitäten im Hydrosulfite-Geschäft auslaufen lassen, werden wir eng mit unseren Mitarbeitenden und Kunden zusammenarbeiten, um einen verantwortungsvollen Übergang zu gewährleisten.“

Hydrosulfite werden in der Textilindustrie als Reduktionsmittel im Färbevorgang und in der Zellstoff- und Papierverarbeitung als Bleichmittel verwendet.

Um mittelfristig Kosten zu reduzieren, hat die BASF bereits seit Längerem Sparprogramme auch für den Standort Ludwigshafen aufgelegt.

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