Wirtschaft Stagnierende Fahrgastzahlen in Bussen und Bahnen

Mannheim. Der Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN), zu dessen Tarifgebiet die komplette Pfalz gehört, verzeichnete 2016 nahezu gleichbleibende Fahrgastzahlen. Während die Nutzung der Angebote für Schüler und Studenten rückläufig war, gab es beim Job-Ticket für Pendler deutliche Zuwächse.
Laut VRN ging die Anzahl der Fahrgäste 2016 im Vergleich zum Vorjahr um 0,15 Prozent auf 309,5 (Vorjahr: 310) Millionen zurück. Die Fahrgeldeinnahmen stiegen dagegen um 3,87 Prozent auf 303,5 Millionen Euro. Der VRN hatte seiner Fahrpreise zum Jahresbeginn 2016 um durchschnittlich rund 2,8 Prozent angehoben. Leicht gesunken ist auch der im bundesweiten Vergleich allerdings weiterhin ungewöhnlich hohe Anteil der Zeitkarteninhaber unter den Kunden, und zwar auf 90,9 (Vorjahr: 91,1) Prozent sowie der Anteil der Besitzer einer VRN-weit gültigen Jahres- oder Halbjahreskarte auf 75 (Vorjahr: 75,5) Prozent. Deren Anzahl sank im Jahresdurchschnitt 2016 auf 332.637 (Vorjahr: 333.861). Den größten Anteil an diesem Rückgang um 0,37 Prozent hatte die um 1,37 Prozent auf 148.351 (Vorjahr: 150.405) gesunkene Anzahl der Maxx-Tickets für Schüler und Auszubildende. Beim Super-Maxx-Ticket, das, anders als das Maxx-Ticket, auch in der kompletten Westpfalz gilt, gab es einen Rückgang um 1,9 Prozent auf 3152 (Vorjahr: 3213) Besitzer. Etwas geringer war der Rückgang bei den Semester-Tickets für Stundenten mit minus 1,06 Prozent auf 48.984 (Vorjahr: 49.509). Gegen diesen Trend entwickelten sich erneut die Semester-Tickets an den Westpfalz-Standorten Kaiserslautern und Pirmasens, die beide als einzige ein Semester-Ticket haben, das – anders als das der anderen Hochschulen im VRN-Bereich – auch in der kompletten Westpfalz gilt. Hier gab es sogar einen leichten Zuwachs um 0,7 Prozent auf 13.213 (Vorjahr: 13.118) Semester-Tickets. Die Anzahl der Besitzer einer Karte ab 60 sank um 1 Prozent auf 59.677 (Vorjahr: 60.271). Beim Rhein-Neckar-Ticket, das für jedermann erhältlich ist, gab es einen Rückgang um 2,33 Prozent auf 27.965 (Vorjahr: 28.633) Inhaber. Dieser Rückgang erklärt sich aber wohl zumindest größtenteils durch Verlagerungen zum Job-Ticket insbesondere durch die Einführung des Job-Tickets Baden-Württemberg für Beschäftigte der Landesverwaltung. Beim Job-Ticket gab es alles in allem einen Zuwachs um 6,4 Prozent auf 44.508 (Vorjahr: 41.830). Davon entfielen 42.153 (Vorjahr: 40.537) auf das Job-Ticket I und 2355 (Vorjahr: 1293) auf das Job-Ticket II, das nur Arbeitgebern mit mindestens 2000 Beschäftigten angeboten wird. Hauptgrund für die spektakuläre Steigerungsrate von 82,2 Prozent beim Job-Ticket II ist sicher das neue Job-Ticket für die baden-württembergischen Landesbediensteten. Eine Steigerung gab es erneut bei den mit Bahncard-Rabatt verkauften Einzelfahrscheinen und zwar um 6,21 Prozent bei den Fahrgastzahlen und um 2,69 Prozent bei den Einnahmen. Besitzer einer Bahncard 25 oder Bahncard 50 bekommen im VRN-Gebiet auf Fahrkarten für einfache Fahrt einen Rabatt von 25 Prozent. Im Gelegenheitsverkehr mit Einzel- oder Tageskarten registrierte der VRN einen Anstieg um 2,78 Prozent; bei den Wochen- und Monatskarten für jedermann gab es einen Zuwachs um 2,16 Prozent. Kommentar