Wirtschaft
Speyerer Reisemobilfirma Ahorn Camp auf der Erfolgsstraße
Ahorn Camp verfügt über vier Standorte in Speyer sowie über Niederlassungen in Dietzenbach (Hessen) sowie in Mülheim (Nordrhein-Westfalen). In Speyer sind insgesamt unverändert 60 Mitarbeiter beschäftigt. Ahorn will die Anzahl der Stellen jedoch um sechs erhöhen und auch drei Auszubildende einstellen. In Dietzenbach arbeiten 15 Menschen für Ahorn, in Mülheim fünf.
Neue Zentrale geplant
Reichmann kündigte an, in Speyer eine neue Zentrale bauen zu wollen, weil die vier Einzelstandorte auf Dauer einen zu hohen logistischen Aufwand mit sich brächten. Rund 12 Millionen Euro will Ahorn für den Neubau auf einem rund 20.000 Quadratmeter großen Grundstück direkt am Rhein investieren. Wann mit der Maßnahme begonnen werden kann, steht noch nicht fest.
Das Unternehmen, das seine Reisemobile in Werken in Italien und Frankreich auf Renault-Basis fertigen lässt, sieht sich unter dem Strich als Profiteur der Corona-Krise. Zwar habe man im ersten Halbjahr nur 720 (Vorjahreszeitraum: 888) Fahrzeuge in Speyer ausgeliefert. Doch sei die Auftragslage inzwischen sehr positiv. Im Juni habe der Absatz sogar um 110 Prozent über dem des Vorjahresmonats gelegen. Hintergrund ist der anhaltende und in Corona-Zeiten sich noch verstärkende Reisemobil-Boom.
„Sexy“ auch für jüngere Leute
Reichmann glaubt, dass Reisen mit dem eigenen Wohnmobil inzwischen „für jedermann interessant“ sei – und nicht mehr nur für „Middle- und Best-Ager“. Reisemobil-Besitz sei „sexy“, und immer mehr junge Leute kämen auf den Geschmack. Der Geschäftsführer: „Inzwischen ist jeder Mensch ein potenzieller Kunde“.
Ahorn ist auch im Vermietgeschäft tätig: Ahorn Rent verfügt über rund 400 Fahrzeuge an 400 Stationen.
Neue Grundrisse
Für das aktuelle Modelljahr hat Ahorn die Innenräume der Baureihen Ahorn Camp und Canada überarbeitet und die Holzoptik so gut wie verschwinden lassen. Zudem gibt es zwei neue Grundrisse : den Canada TU mit Heckrundsitzgruppe und den Canada TF mit gegenüberliegenden Sitzgruppen.
Zur Modellpaletten gehören Alkoven-Fahrzeuge sowie Teilintegrierte (unverändertes Fahrerhaus) und Vans (Kastenwagen). Die Einstiegspreise reichen von 37.300 bis 47.900 Euro.