Spielwaren
Rofu vor Rettung – aber eine Pfälzer Filiale muss schließen
Abgesehen von dem Ladengeschäft wird in der Pfalz das Außenlager in Ramstein den Angaben nach geschlossen. Die rund 60 Jobs in dem Lager in der Westpfalz, für das kein Bedarf mehr bestehe, sollen wegfallen.
Der bereits unterzeichneten Vereinbarung zufolge übernimmt die Kids & School Holding um den erfahrenen Spielwaren-Manager Achim Weniger – früher bei Vedes – 77 der deutschlandweit mehr als 100 Filialen. Etwa 1120 der rund 1800 Arbeitsplätze sollen erhalten bleiben. 27 Standorte bundesweit sind nicht Teil der Übernahme und werden demzufolge geschlossen. Das haben die beteiligten Unternehmen mitgeteilt.
Von den Pfälzer Filialen bleiben die Rofu-Läden in Zweibrücken, Pirmasens, Bornheim, Speyer, Mutterstadt, Grünstadt und Landstuhl erhalten. Das sagte ein Unternehmenssprecher am Freitag der RHEINPFALZ.
Rofu-Filiale in Kaiserslautern muss schließen
Dem Sprecher zufolge ist das Ladengeschäft in Kaiserslautern die einzige Rofu-Filiale in der Pfalz, die – voraussichtlich Ende Juli – geschlossen werden soll. Das habe die Analyse der Wettbewerbsfähigkeit vor allem auf Basis betriebswirtschaftlicher Kennzahlen ergeben, führte der Sprecher des für die Belange Rofus beauftragten Sanierungsspezialisten Pluta im Gespräch mit der RHEINPFALZ aus. Von der Filialschließung in Kaiserslautern sind demzufolge zwölf Mitarbeiter betroffen, deren Jobs wegfallen sollen. Der Mitteilung zufolge sind die Verkaufsfilialen generell überwiegend mit Teilzeit- und Aushilfsstellen besetzt.
In der Rofu-Zentrale fallen viele Jobs weg
Alle Märkte sollen zunächst wie gewohnt geöffnet bleiben. In den Filialen, die im Juli aufgegeben werden, soll es Räumungsverkäufe geben.
Alle Schritte indes stehen unter dem Vorbehalt der Annahme des im Detail noch auszuarbeitenden Insolvenzplans durch die Gläubigerversammlung, die voraussichtlich im Sommer stattfindet.
Wechsel in der Rofu-Geschäftsführung
Am Rofu-Hauptsitz in Hoppstädten-Weiersbach im Kreis Birkenfeld verlieren wohl gut 270 der 360 Mitarbeiter ihren Job.
Rofu Kinderland, 1984 in Birkenfeld gegründet, hat seine Wurzeln im einstigen Spielzeugladen „Robert Fuchs Spielwaren“. Rofu-Geschäftsführer Michael Fuchs aus der Gründerfamilie soll dem Unternehmen vorerst noch zur Verfügung stehen. Nach der geplanten Übertragung an die Investoren wird er den Angaben zufolge das Unternehmen verlassen. Geschäftsführer Michael Edl ist bereits aus der Geschäftsführung ausgeschieden. Rofu Kinderland ist seit 19. Januar in einem Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung mit dem Ziel, das Unternehmen zu erhalten. Geplant ist, dass Rofu nach dem Verfahren ab August wieder eigenständig handelt.