Wirtschaft RHEINPFALZ Plus Artikel Reisetipp: Schnell und günstig nach Paris

Zum Pariser Ostbahnhof fahren von Kaiserslautern pro Tag vier direkte Züge, von Mannheim sechs, von Karlsruhe sieben.
Zum Pariser Ostbahnhof fahren von Kaiserslautern pro Tag vier direkte Züge, von Mannheim sechs, von Karlsruhe sieben.

Der Frühling ist eine besonders schöne Jahreszeit für eine Paris-Reise. Dabei bietet das Preissystem der Deutschen Bahn einige Überraschungen. In manchen Fällen zahlen Saarländer für Tickets nach Paris mehr als Pfälzer.

Von Kaiserslautern und Saarbrücken gibt es pro Tag vier direkte Züge (ICE oder TGV) nach Paris, von Mannheim sechs, von Karlsruhe sogar sieben. Dank der französischen Hochgeschwindigkeitsstrecke LGV Est, auf der die Züge mit Tempo 320 unterwegs sind, dauert die Fahrt nicht lange. Von Kaiserslautern braucht der Zug beispielsweise nur rund zweieinhalb Stunden.

Bis zu sechs Monate im Voraus buchbar

Für die Züge, die die Deutsche Bahn (DB) und die französische Staatsbahn SNCF gemeinsam betreiben, verkaufen beide Bahnen Tickets nach ihrem eigenen System. Dabei praktiziert die SNCF das Prinzip differenzierter Preise zur Auslastungssteuerung noch rigider als die DB. In beiden Fällen ist die Chance, ein preisgünstiges Ticket zu bekommen, am größten, wenn man frühzeitig bucht und möglichst außerhalb der Verkehrsspitzenzeiten reist. Tickets kann man bis zu sechs Monate vor der Reise buchen. Im Preissystem der DB gibt es auch auf Sparpreis- und Super-Sparpreis-Tickets Rabatt mit der Bahncard. Dabei ergibt sich manchmal der kuriose Effekt, dass das Ticket nach Paris ab Kaiserslautern günstiger ist als ab Saarbrücken. Beispielsweise kann es dann 38,40 Euro ab Kaiserslautern und 39,75 Euro ab Saarbrücken kosten. Das erklärt sich dadurch, dass vom selben Grundpreis Rabatt auf dem deutschen Streckenteil gewährt wird – und der ist ab Kaiserslautern länger als ab Saarbrücken.

Teurerer Sparpreis bringt unter Umständen Vorteile

Der günstigste Preis (ab Kaiserslautern nach Paris 29 Euro) ist bei der DB nun so gut wie immer ein Super-Sparpreis, der allerdings Nachteile hat. In manchen Fällen kann es ratsam sein, sich für den etwas teureren Sparpreis zu entscheiden, weil sich das Ticket dann gegen eine Gebühr von 10 Euro stornieren lässt. Bei Super-Sparpreis-Tickets ist dagegen keine Stornierung möglich. Mit einer Bahncard (nun auch mit einer Bahncard 50) gibt es einen – allerdings nur geringfügigen – Rabatt auf Sparpreis und Super-Sparpreis. Einen größeren Rabatt erhält man mit der Bahncard 50 auf Flexpreis-Tickets, die sich flexibel umbuchen lassen. Sie sind die richtige Wahl, wenn man noch nicht weiß, wie lange man in Paris bleibt oder mit welchem Zug man zurückfahren will. Zwar sind im internationalen Verkehr alle ICE und TGV auf den Linien von Frankfurt nach Paris über Mannheim und Kaiserslautern oder Mannheim und Karlsruhe sowie von Stuttgart nach Paris über Karlsruhe reservierungspflichtig, aber mit einem Flexpreis-Ticket kann man kostenlos von einem Zug auf den anderen umbuchen, sofern im gewünschten Zug noch Platz ist. Mit einer Bahncard 50 lässt sich der Flexpreis beispielsweise von Mannheim nach Paris von 117 Euro auf 89,40 Euro reduzieren.

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