Wirtschaft
Pfälzer Handwerk überwiegend zuversichtlich
Das sind Ergebnisse der Konjunkturumfrage Herbst der Handwerkskammer der Pfalz. Der Hauptgeschäftsführer der Kammer, Till Mischler, erläutert, „das pfälzische Handwerk weist eine sehr heterogene Struktur auf“. Deshalb sei die Krise je nach Branche unterschiedlich stark spürbar. Mit starken Einbrüchen haben nach Angaben der Handwerkskammer das Nahrungsmittelhandwerk, personenbezogene Dienstleister wie Friseure, Kosmetiker, Fotografen oder Schneider und das Gesundheitshandwerk zu kämpfen. Die überwiegende Mehrheit der befragten Betriebe sei zwar mit ihrer gegenwärtigen Geschäftslage zufrieden, so Hauptgeschäftsführer Mischler, „doch ist zu befürchten, dass die Folgen der Pandemie viele Betriebe noch zeitverzögert treffen können“.
Weniger Umsatz bei Friseuren und Fotografen
Die Umsatzentwicklung hat sich den Angaben zufolge allgemein verschlechtert. 73 Prozent der Handwerker rechnen aktuell mit höheren oder gleichen Erlösen. Zur gleichen Vorjahreszeit waren es noch 80 Prozent. Besonders sind die Kfz-Betriebe betroffen, von denen 46 Prozent sinkende Umsätze verzeichnen. Die Ursachen hierfür seien nicht alleine Corona zuzuschreiben, so die Handwerkskammer. „Dieseleinschränkungen, Herstellerskandale und die Umrüstung auf E-Mobilität“ verunsicherten die Verbraucher. Auch 43 Prozent der Friseure und 47 Prozent der Fotografen kämpften mit Umsatzeinbußen.
86 Prozent der Pfälzer Handwerksbetriebe konnte den Angaben der Kammer zufolge den Personalbestand konstant halten. 85 Prozent sind mit ihrer gegenwärtigen Geschäftslage zufrieden. Ebenfalls 85 Prozent erwarten eine gute bis zufriedenstellende Geschäftsentwicklung. Getrübte Stimmung herrscht im Kfz-Handwerk: 30 Prozent der Betriebe hier verzeichnen eine Verschlechterung ihrer Lage. Auch das Nahrungsmittelhandwerk ist weniger zufrieden: Hier seien viele Veranstaltungen, Messen, Feste und Tagungen abgesagt oder auf ein Minimum reduziert worden. Viele Cateringaufträge seien dauerhaft ausgefallen. Ähnlich sieht es bei den personenbezogenen Dienstleistern aus.