Bahnverkehr RHEINPFALZ Plus Artikel Personalnot im Ludwigshafener Stellwerk

Im Stellwerk Ludwigshafen ist das Personal knapp.
Im Stellwerk Ludwigshafen ist das Personal knapp.

Die Probleme im Bahnverkehr der Rhein-Neckar-Region durch die Personalengpässe im Stellwerk am Ludwigshafener Hauptbahnhof haben sich am Freitag zugespitzt. Hinzu kam eine kurzfristig angesetzte Weichenreparatur. Deswegen gab es massive Einschränkungen unter anderem auch im S-Bahn-Verkehr.

In dieser Woche hatte die Deutsche Bahn (DB) bereits das Zugangebot auf der Strecke vom Ludwigshafener Hauptbahnhof in die BASF und auf der Regional-Express-Linie RE14 von Mannheim über Frankenthal nach Mainz reduziert.

Am Freitagmorgen wurde dann kurzfristig der Fahrplan der S-Bahn Rhein-Neckar stark ausgedünnt. Auf dem Abschnitt zwischen Mannheim und Schifferstadt fiel etwa die Hälfte der S-Bahn-Züge aus. Regulär fahren sollte weiter die S1 von Homburg über Kaiserslautern, Neustadt und Mannheim nach Osterburken. Wegen der Weichenreparatur konnten die Züge aber in Fahrtrichtung Mannheim weder in Ludwigshafen Hauptbahnhof noch in Ludwigshafen Mitte die Bahnsteiggleise anfahren und fuhren dort deshalb auf den bahnsteiglosen Gleisen durch. Wer beispielsweise von Neustadt nach Ludwigshafen wollte, musste deshalb bis zum Mannheimer Hauptbahnhof fahren und von dort entweder mit der Straßenbahn oder einem anderem S-Bahn-Zug nach Ludwigshafen fahren. In Richtung Schifferstadt hielten die S-Bahnen nämlich regulär in Ludwigshafen Mitte und Ludwigshafen Hauptbahnhof, außerdem fuhr auch ein großer Teil der S-Bahn-Züge von Mannheim über Ludwigshafen und Frankenthal nach Mainz.

Arbeitsschutzpausen unterbrechen Betrieb

Zusätzlich zu diesen immerhin geplanten Reduzierungen gab es wie schon in den vergangenen Tagen Einschränkungen des Betriebs durch sogenannte Arbeitsschutzpausen, während denen in Ludwigshafen meist rund 30 Minuten lang keine Züge fuhren. Dies führt auch nach Ende der Pause oft zu langwierigen Verspätungen im Bahnverkehr und auch zu weiteren nicht im Voraus geplanten Zugausfällen.

Am Donnerstagvormittag bekam beispielsweise die S-Bahn, die planmäßig um 9.04 Uhr ab Neustadt fährt, bis zur Ankunft im Ludwigshafener Hauptbahnhof 47 Minuten Verspätung, weil sich während der Arbeitsschutzpause ein längerer Zug-Stau gebildet hatte. Massiv betroffen war der RE1-Zug, der um 8.59 Uhr ab Neustadt fahren sollte.

Am Freitagnachmittag wurde die Reparatur von zwei Weichen in Ludwigshafen abgeschlossen und nachdem auch das dortige Stellwerk fürs erste wieder ausreichend besetzt werden konnte, wurde der größte Teil des Zugverkehrs nach und nach wieder hochgefahren. Wie der Bahnbetrieb am Wochenende verläuft, war gestern bei Redaktionsschluss noch nicht mit Sicherheit zu sagen. Wegen Bauarbeiten gesperrt sind am Samstag und Sonntag jedenfalls erneut alle Bahnstrecken, die nach Kaiserslautern führen.

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Eckhard Buddruss ist der Bahn-Experte der RHEINPFALZ. In seinem kostenlosen Newsletter informiert er Sie alle zwei Wochen über Investitionen, Entwicklungen und Abseitiges bei der Deutschen Bahn und im öffentlichen Nahverkehr der Pfalz. Für alle, die wissen wollen, wie es mit dem Zugverkehr in der Region weiter geht.

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