Verkehrs-Tipp
Nahverkehrs-Tickets werden günstiger
Die Fahrpreissenkungen zum 14. Juni betreffen nur ein bestimmtes Segment von Fahrkarten, die von der Mehrwertsteuerreduzierung zum Jahresanfang profitieren, ohne dass die Deutsche Bahn (DB) allein über die Preise entscheiden konnte. Die Bundesregierung hatte zum Jahresanfang als Teil ihres Klimaschutzpakets die Mehrwertsteuer für Bahntickets über eine Strecke von mehr als 50 Kilometern von zuvor 19 Prozent auf 7 Prozent gesenkt. Für Strecken unter 50 Kilometern sowie generell für Tickets von Verkehrsverbünden wie dem Verkehrsbund Rhein-Neckar (VRN) galt schon vorher der ermäßigte Steuersatz von 7 Prozent.
Bei Tickets für Fernzüge, über die die DB allein entscheiden kann, gab die DB sofort zum Jahreswechsel die Mehrwertsteuerreduzierung an ihre Kunden weiter, indem sie die Preise um rund 10 Prozent senkte. Bei den Preisen für Regionalzüge, über die die DB nicht allein zu entscheiden hat, war die Umsetzung schwieriger. Sie erfolgt deswegen jetzt erst zum 14. Juni. Dabei beträgt die Preissenkung meist weniger als 10 Prozent.
Beispielsweise kostet ein Flexpreis-Ticket von Ludwigshafen Mitte nach Mainz statt bisher 17,30 Euro künftig 15,80 Euro, der Preis für ein Flexpreis-Ticket von Speyer nach Mainz sinkt von bisher 22,50 auf künftig 20,50 Euro. Eine Fahrt von Kaiserslautern nach Trier kostet ab 14. Juni 31,70 Euro statt bisher 34,90 Euro. Auf diese Preise gibt es jeweils noch 25 Prozent Rabatt mit der Bahncard 25 und 50 Prozent Rabatt mit der Bahncard 50.
Bei Monatskarten sinkt der Preis teilweise sogar um etwas über 10 Prozent, beispielsweise für die Strecken von Kaiserslautern nach Bad Kreuznach (252,40 Euro statt bisher 280,70 Euro) und von Ludwigshafen Mitte nach Mainz (259,90 Euro statt 289 Euro).
Rheinland-Pfalz-Ticket 1 Euro pro Person günstiger
Ein Sonderfall sind die Ländertickets, die einen Tag lang freie Fahrt in einem oder mehreren Bundesländern ermöglichen. Bei ihnen wurde der Steuersatz jedes Jahr nach einem komplizierten Verfahren ausgerechnet. Sie profitieren ebenfalls von der Mehrwertsteuersenkung. Der Preis für das Rheinland-Pfalz-Ticket, das in Rheinland-Pfalz und im Saarland gilt, sinkt ab 14. Juni für die erste Person von bisher 25 auf 24 Euro. Mitfahrer zahlen künftig 5 statt bisher 6 Euro. Ein Rheinland-Pfalz-Ticket für zwei Personen kostet künftig also 29 Euro statt bisher 31 Euro.
Mit dem Zwischenfahrplanwechsel am 14. Juni gilt auf den meisten Linien des Pfälzer Bahn-Regionalverkehrs wieder der reguläre Fahrplan. Eine Verbesserung bedeutet das vor allem dort, wo es bisher wegen der Corona-Krise noch ein stark reduziertes Angebot gibt. Dies gilt vor allem für die beiden S-Bahn-Strecken von Mannheim nach Germersheim und Kaiserslautern, die auf den Abschnitten zwischen Schifferstadt und Germersheim sowie zwischen Neustadt und Kaiserslautern nur stündlich bedient werden. Ein besonderes Ärgernis ist dies bei der Verbindung zwischen Neustadt und Speyer, bei der in Schifferstadt derzeit mehr als eine halbe Stunde auf den Anschlusszug gewartet werden muss.
Kuckucksbähnel fährt wieder ab 14. Juni
Die Ausflugszüge beispielsweise nach Bundenthal im Dahner Felsenland, deren Saison normalerweise am 1. Mai beginnt, sollen erst ab Juli wieder fahren. Erster Verkehrstag ist für die meisten Züge der 5. Juli. Bereits am 1. Juli fährt der Mittwoch-Zug von Neustadt nach Bundenthal und zurück.
Das Kuckucksbähnel, der beliebte Museumsdampfzug, fährt dagegen schon wieder ab 14. Juni, allerdings nach einem reduzierten Fahrplan mit einer Fahrt ab Neustadt um 10.45 Uhr von Neustadt nach Elmstein und um 15.15 Uhr zurück ab Elmstein. Außerdem ist, anders als gewohnt, eine Vorbestellung der Fahrkarten im Internet erforderlich, und zwar auf der Seite: eisenbahnmuseum-neustadt.de
