Wirtschaft RHEINPFALZ Plus Artikel Meinung: Die Bahn hat alles richtig gemacht

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Orkantief „Sabine“ hat weniger Schäden angerichtet als befürchtet. Das könnte auch an den frühen und eindringlichen Warnungen liegen.

Gemessen an den Sturmwarnungen war „Sabine“ harmlos. Auch die Deutsche Bahn AG hat die Warnungen der Experten befolgt und den bundesweiten Fernverkehr am Sonntagabend bundesweit eingestellt. Das war nach jetzigem Stand die richtige Entscheidung. So wurde vermieden, dass Züge wie in früheren Fällen auf offener Strecke liegenbleiben, weil umgestürzte Bäume die Gleise blockierten oder Stromleitungen abgerissen waren. Schäden an Leitungen sind bei der Bahn die häufigste Folge von Unwettern. Dann geht meist erst mal nichts mehr.

Im schlimmsten Fall kommt es durch umgerissene Bäume zu Zugunglücken, Verletzten und Toten. Dann müssen Hunderte Passagiere evakuiert werden. Sicherheit geht immer vor. Da steht der Konzern in der Verantwortung, auch bei der Wartung und Ausstattung von Strecken und Fahrzeugen.

In der Vergangenheit wurde am Gehölzschnitt gespart

Hier lag in der Vergangenheit einiges im Argen. Geradezu fahrlässig wurde unter anderem der Gehölzschnitt entlang der Trassen vernachlässigt, um Kosten zu sparen. So häuften sich die Probleme und Gefahren wegen umgestürzter Bäume nach Stürmen. Mittlerweile wurde umgesteuert, doch von heute auf morgen lassen sich die Versäumnisse nicht beseitigen.

Das DB-Krisenmanagement hat dieses Mal jedenfalls recht gut funktioniert. Die Reisenden wurden früh informiert, konnten umplanen und ihre Tickets zurückgeben oder später nutzen. Strecken im Norden waren rasch wieder frei, schlimme Unfälle wurden vermieden. Die DB-Spitze hat offenbar aus ihren Fehlern gelernt.

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