Bahnverkehr RHEINPFALZ Plus Artikel Mehr Platz in Pfälzer S-Bahnen

Auf der Linie S6 von Mannheim über Worms (Foto) nach Mainz haben neue Mireo fast den kompletten Verkehr übernommen.
Auf der Linie S6 von Mannheim über Worms (Foto) nach Mainz haben neue Mireo fast den kompletten Verkehr übernommen.

Der Einsatz neuer Mireo-Triebwagen auf der Linie S6 von Mannheim über Frankenthal und Worms nach Mainz hat dort Fahrzeuge freigesetzt, die nun zur Verstärkung von Kapazitäten auf anderen Linien genutzt werden.

Die 14 auf der S6 zum Fahrplanwechsel abgelösten Triebwagen der Baureihe 425 bleiben in der Rhein-Neckar-Region. Dies ist auch deswegen sinnvoll, weil die Fahrzeuge erst vor wenigen Jahren renoviert und auf den Komfortstandard der auf den übrigen Pfälzer S-Bahn-Linien eingesetzten Triebwagen gebracht worden sind. Ein zentrales Element ist dabei der stufenfreie Zugang an 76 Zentimeter hohen S-Bahnsteigen.

Von den zusätzlichen Fahrzeugen profitieren vor allem Züge auf den Abschnitten von Germersheim und von Neustadt nach Mannheim. Eine Dreifach-Einheit mit rund 600 Sitzplätzen statt einer Doppeleinheit mit rund 400 fährt nun bei den S-Bahn-Zügen um 15.56 Uhr und um 17.56 Uhr ab Mannheim bis nach Neustadt beziehungsweise Kaiserslautern. Eine Doppeleinheit mit 400 Sitzplätzen statt einem Triebwagen mit rund 200 Sitzplätzen fährt jetzt bei den Zügen um 15.31 Uhr und um 18.04 Uhr von Mannheim nach Germersheim sowie ab Germersheim um 7.27 Uhr in der Gegenrichtung. Der Zug um 5.59 Uhr ab Germersheim fährt künftig als Doppeleinheit bis Schifferstadt, ab dort zusammen mit einem weiteren Triebwagen aus Neustadt als Dreifacheinheit bis Mannheim.

Die S-Bahn um 5.54 Uhr ab Neustadt fährt als Dreifacheinheit bis Ludwigshafen Mundenheim, ab dort fahren zwei Triebwagen nach Mannheim, der dritte in die BASF.

Mehr Plätze nach Mannheim, weniger in die BASF

Etwas komplizierter ist die Situation bei den Zügen, die um etwa 6.30 Uhr ab Neustadt in Richtung Osten fahren. Dies waren bisher eine Doppeleinheit aus Dieseltriebwagen der Baureihe 628 von Landau in die BASF und eine Einheit aus drei S-Bahn-Triebwagen, die in Ludwigshafen-Mundenheim geteilt wurde. Zwei der drei Triebwagen fuhren weiter nach Mannheim, der dritte in die BASF. Als Problemfall in puncto Kapazität galt dabei der Zugteil nach Mannheim.

Nun fährt stattdessen eine Doppeleinheit aus zwei S-Bahn-Triebwagen in die BASF und eine S-Bahn-Dreifach-Einheit nach Mannheim. Damit wird die Kapazität auf dem kritischen Abschnitt nach Mannheim um 50 Prozent aufgestockt, das Platzangebot in die BASF dagegen etwas reduziert, wenn man die bisherigen Plätze im S-Bahn-Zugteil und in der Diesel-Einheit aus Landau addiert.

Ein Zug weniger von Landau nach Neustadt

Gravierender ist wohl der Wegfall des Direktzugs von Landau in die BASF auf dem Abschnitt zwischen Landau und Neustadt. Hier entfällt der Zug in die BASF nämlich ersatzlos. Der etwas früher gelegte Zug aus Weißenburg (Landau ab nun 6.01 Uhr statt bisher 6.07 Uhr) wird zwar auf eine Doppeleinheit verstärkt. Dennoch reduziert sich das Platzangebot gegenüber der addierten Kapazität der beiden bisherigen Züge um rund ein Drittel. Auch in der Gegenrichtung führt die Ablösung der Dieseleinheit bei dem Zug um 16.09 Uhr ab Ludwigshafen BASF Nord nach Neustadt zu einer Kapazitätsreduzierung, weil ein einzelner S-Bahn-Triebwagen kleiner ist als die bisherige Diesel-Doppeleinheit.

Die Linie S6 bekommt neue Züge

Mit den auf der S6 abgelösten Triebwagen der Baureihe 425 kann auf stark frequentierten Abschnitten die Kapazität erhöht werden.
Mit den auf der S6 abgelösten Triebwagen der Baureihe 425 kann auf stark frequentierten Abschnitten die Kapazität erhöht werden.
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