Wirtschaft Kommentar: Händel im Handel

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Protektionismus richtet nicht nur in exportstarken Regionen wie der Pfalz Schaden an, sondern weltweit.

Welche Gemeinsamkeit haben die deutschen Maschinenbauer, die industriellen Flaggschiffe der Region – das BASF-Stammwerk in Ludwigshafen und das Daimler-Lkw-Werk in Wörth – und die gesamte Wirtschaftsregion Pfalz? Es ist ihre Weltoffenheit. Man kann es auch internationale Wettbewerbskraft nennen. Der Anteil der Exporte am Umsatz der Maschinenbauer liegt bei knapp 80 Prozent. Die beiden Pfälzer Industrieriesen bringen es auf gut 70 Prozent. Und mit einer industriellen Exportquote von 66 Prozent ist die Pfalz eine der ausfuhrstärksten Regionen Deutschlands. Die Konflikte mit Strafzöllen, wie sie US-Präsident Trump ausgerechnet gegen Europa, den engsten Verbündeten der USA, verhängt hat, und jetzt die Vergeltungszölle der EU sind Anlass zu Sorge – nicht nur für Exporteure, sondern für alle. Denn wenn Protektionisten und Nationalisten den Welthandel beschädigen, dann bedroht das in allen Weltregionen den Wohlstand, Jobs und auch den Frieden. Protektionismus verhindert eine faire internationale Arbeitsteilung. Auch unzählige bilaterale Freihandelsabkommen sind nur Notlösungen. Politiker sollten sich darauf besinnen, dass im Dezember 2013 auf der indonesischen Insel Bali Vertreter von 159 Mitgliedsländern der Welthandelsorganisation WTO das sogenannte Bali-Paket beschlossen haben. Das zielt auf die Senkung von Zöllen und bürokratischen Hürden im Welthandel. Daran gilt es anzuknüpfen. Es ist höchste Zeit für neue Lebenszeichen der WTO.

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