Meinung RHEINPFALZ Plus Artikel Inflation: Es kommt knüppeldick

Es sind nicht nur die sehr hohen Energiepreise, die die Inflation anheizen.
Es sind nicht nur die sehr hohen Energiepreise, die die Inflation anheizen.

Wir werden Teuerungsraten in Deutschland erleben, wie wir sie seit 40 Jahren nicht mehr gesehen haben.

Die wirtschaftlichen Schockwellen, die von dem verbrecherischen Angriffskrieg eines Wladimir Putin und den notwendigen Sanktionen gegen ihn ausgehen, werden uns Verbraucher noch lange durchrütteln. Die enorm gestiegenen Energiepreise lasten vielen schmerzhaft auf dem Geldbeutel. Das jüngst vereinbarte Entlastungspaket wird hier kurzfristig lindern. Aber die Bundesregierung kann damit nicht die nun weiter beschleunigte Inflation verhindern – eine Teuerung mit Monatswerten von möglicherweise über 7 Prozent. Und am Ende wird für die Kosten des Entlastungspakets der Steuerzahler aufkommen müssen.

Es sind nicht nur die sehr hohen Energiepreise, die die Inflation anheizen. Neben Gas und Öl sind auch andere Rohstoffe erheblich teurer geworden. Zugleich hakelt es in vielen Lieferketten. Es fehlt an Fachkräften, und die Kosten für den unverzichtbaren Umbau der Wirtschaft auf grüne Energie sind zu tragen. Auch die Lage auf den Nahrungsmittelmärkten verschärft sich durch den Krieg in der Ukraine. Wir werden also auch für unser Essen tiefer in die Tasche greifen müssen.

Wann diese Teuerungswelle wieder auf akzeptable Werte abebbt, kann niemand seriös vorhersagen. Eines aber ist absehbar: Sie wird länger anhalten, als uns lieb ist.

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