Ludwigshafen RHEINPFALZ Plus Artikel IG BCE: Abbau von 2000 Stellen bei BASF ein „Fiasko“

Zu dem bisher vorgesehenen Beschäftigungsabbau bei der BASF von 6000 Stellen bis Ende 2020 kommt nun ein weiterer Personalschnit
Zu dem bisher vorgesehenen Beschäftigungsabbau bei der BASF von 6000 Stellen bis Ende 2020 kommt nun ein weiterer Personalschnitt hinzu.

Die Gewerkschaft IG BCE reagiert mit harscher Kritik auf den angekündigten weiteren Abbau von 2000 Stellen beim Ludwigshafener Chemiekonzern BASF. IG-BCE-Bezirksleiter Gunther Kollmuß sagte, das sei „ein Fiasko“, dem Management falle außer Personalabbau erneut keine Alternative ein.

Vergangene Woche hatte die BASF angekündigt, bis Ende 2022 bis zu 2000 Arbeitsplätze im Bereich Global Business Services zu streichen, zu denen weltweit 8400 Beschäftigte zählen. Die Mitarbeiter dort erbringen Dienstleistungen für die Geschäftseinheiten der BASF und kümmern sich um Finanzen, Logistik, Kommunikation, Personal, Umwelt, Gesundheit oder Sicherheit. Bisher will die BASF bis Ende 2020 rund 6000 Jobs streichen, 3000 davon in Deutschland und hier ganz überwiegend in Ludwigshafen. Der angekündigte Abbau von 2000 Stellen weltweit kommt nun noch dazu. Auch der Standort Ludwigshafen dürfte davon erneut betroffen sein, wo rund 1400 Mitarbeiter bei Global Business Services beschäftigt sind. Der Chemiekonzern will mit dem neuerlichen Personalschnitt die Kosten um jährlich mehr als 200 Millionen Euro senken.

IG-BCE-Bezirksleiter Gunther Kollmuß sagte, wie der Konzern mit dem Abbau der 2000 Stellen die gewollte Kundennähe und die individuelle Bearbeitung der Kundenbedürfnisse ermöglichen solle, sei ihm schleierhaft. In der Summe werde der Personalschnitt nur zu einer weiteren Arbeitsverdichtung für die verbliebenen Mitarbeiter führen. Er erwartet, dass Tätigkeiten, die bisher auf kurzem Weg in Ludwigshafen erledigt wurden, bald in Dienstleistungszentren nach Berlin, Montevideo und Kuala Lumpur ausgelagert würden.

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