Wirtschaft BASF: Investition in Millionenhöhe in Ludwigshafen

«Ludwigshafen». Die BASF investiert in Ludwigshafen einen Betrag in niedriger zweistelliger Millionenhöhe in den Ausbau der Produktion von Komplexbildnern und in die Weiterentwicklung des Produktportfolios dieser Substanzen.
Das teilte der Ludwigshafener Chemiekonzern gestern mit. Komplexbildner finden den Angaben zufolge vielfältige Anwendungen. So sorgen sie zum Beispiel in Spülmaschinentabs dafür, unschönen Kalk- und Schmutzbelägen auf dem Geschirr vorzubeugen und sie zu entfernen. Komplexbildner verbessern die Reinigungswirkung von Waschmitteln, Industrie- und Allzweckreinigern. Darüber hinaus können sie als Vorstufe von Spezialdüngern genutzt werden, die verhindern, dass Böden beispielsweise durch zu hohen Eintrag von Sulfat versalzen. Auf Anfrage teilte eine BASF-Sprecherin mit, die Investition in Ludwigshafen schaffe eine geringe Anzahl neuer Stellen, die sie nicht bezifferte. Bereits 2015 und 2016 hatte die BASF einen niedrigen dreistelligen Millionenbetrag in den Ausbau ihrer Produktionskapazitäten in Theodore, Alabama, USA, sowie in Ludwigshafen investiert. Der Chemiekonzern produziert Komplexbildner außerdem noch in Lima, Ohio, und Guaratinguetá, Brasilien. Die BASF verfüge über eine Produktionskapazität von derzeit zusammen 170.000 Tonnen pro Jahr. Die BASF habe einen Trend frühzeitig erkannt. Als Beispiel führt die sie den Komplexbildner Trilon M an. Damit habe der Konzern eine Alternative zu Phosphat und Phosphonat auf den Markt gebracht. Beide trügen zur Überdüngung von Gewässern bei. Seit 2010 sei ihr Einsatz in maschinellen Geschirrspülmitteln in verschiedenen Staaten der USA verboten. In Europa ist ihre Verwendung seit 2017 gesetzlich eingeschränkt. Mit der Investition in Ludwigshafen baue die BASF ihre Position als einer der führenden Anbieter in Europa für Komplexbildner weiter aus.