Unternehmen RHEINPFALZ Plus Artikel BASF greift nach Virus-Technik

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Die BASF will ein Biotech-Unternehmen übernehmen, das mit Viren vor allem Schmetterlingsraupen bekämpft.

Die Agrarchemie-Sparte des Ludwigshafener Chemiekonzerns, BASF Agricultural Solutions, habe eine Vereinbarung mit Investoren und Anteilseignern getroffen, um AgBiTech vollständig zu übernehmen. AgBiTech hat seinen Sitz in Fort Worth/Texas und ist auf biologische Lösungen zur Kontrolle von Schadinsekten spezialisiert, wie die BASF mitteilt. Den Abschluss der Transaktion erwartet der Chemiekonzern in der ersten Jahreshälfte 2026. Er stehe unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch die zuständigen Behörden.

Wie viele Mitarbeiter AgBiTech hat, wollte die BASF auch auf Nachfrage nicht mitteilen. Beide Parteien hätten vereinbart, keine finanziellen oder kommerziellen Details der Transaktion offenzulegen. Das gilt offenbar auch für die Anzahl der Mitarbeiter. Auf eine Anfrage zu den Mitarbeitenden teilte ein BASF-Sprecher mit, der Chemiekonzern wolle sich dazu nicht äußern, solange die angekündigte Akquisition nicht regulatorisch freigegeben sei. Das ist ungewöhnlich bei Akquisitionen. Branchenbeobachter schätzen die Mitarbeiterzahl von AgBiTech auf grob 50 bis 100.

AgBiTech wurde den weiteren Angaben zufolge im Jahr 2000 in Australien gegründet und hat heute neben seinem Hauptsitz in Fort Worth Standorte auch in Brasilien und Australien. Brasilien gehört laut BASF zu den am schnellsten wachsenden Märkten für biologischen Pflanzenschutz. Das US-Unternehmen ist den Angaben zufolge Pionier bei der Anwendung der Nucleopolyhedrovirus-Technologie. Sie bekämpft mit natürlich vorkommenden Viren Schadinsekten, insbesondere Schmetterlingsraupen. AgBiTech ist dabei auf den Anbau von Sojabohnen, Mais und Baumwolle sowie Sonderkulturen spezialisiert.

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