Ludwigshafen / Hangzhou
BASF gewährt Biotechnologie-Unternehmen in China Kapitalspritze
Biotechnologische Anwendungen können die Herstellungsprozesse von Produkten beschleunigen und diese teilweise verbessern. Das Identifizieren, Optimieren und die Produktion geeigneter Mikroorganismen ist dafür die wesentliche Voraussetzung. Die BASF nutzt bereits seit Längerem Verfahren mit biotechnologischer Unterstützung, etwa bei der Produktion von Vitaminen und Enzymen. Computergestützte Biotechnologie ermögliche noch zielgerichteter Produktentwicklungen, weswegen der Chemiekonzern mit dem erst 2019 gegründeten Unternehmen im ostchinesischen Hangzhou kooperiert, das derzeit rund 30 Wissenschaftler beschäftigt.
Computertechnologie sei das Herzstück und die Basis von Bota Bios hochmoderner Fabrik, teilte der Chemiekonzern am Dienstag mit. Die Bota-Plattform identifiziere und charakterisiere schnell geeignete mikrobielle Wirte für bestimmte Anforderungen. Sie mische und kombiniere die Mikroorganismen zu neuen Stämmen. Produkte, für deren Produktion sie eingesetzt werden, sind beispielsweise Süßstoffe, Vitamine, Körperpflege- und Pflanzenschutzprodukte.
Kapitalspritze für Produktionsausweitung
Das chinesische Start-up will die Kapitalspritze für die Ausweitung seiner Produktionskapazitäten nutzen. Markus Solibieda, Geschäftsführer der BVC: „Bota Bios hochinnovative Plattform hat das Potenzial, Fortschritte für die Zukunft der chemischen Industrie zu gestalten. Mit dem Investment in dieses vielversprechende junge Unternehmen unterstreichen wir die Aktivitäten der BASF zu Nachhaltigkeit und stärken unser Innovationspotenzial in den dynamischen Märkten in Asien.“
Die 2001 gegründete BASF Venture Capital verfügt über einen Kapitalstock von 250 Millionen Dollar (210 Mio Euro). Die durchschnittliche Investitionshöhe bewegt sich zwischen 1 und 5 Millionen Dollar (840.000 bis 4,2 Mio Euro).