Unternehmen BASF-Forschung: Neubau im Stammwerk

Röhrendickicht in Edelstahl: Im neuen BASF-Technikum sollen einmal bis zu 200 Anlagen Platz finden.
Röhrendickicht in Edelstahl: Im neuen BASF-Technikum sollen einmal bis zu 200 Anlagen Platz finden.

Katalysatoren spielen eine bedeutende Rollen in der Herstellung der allermeisten Produkte der chemischen Industrie. Für die BASF ist es ein wichtiger Geschäftsbereich. Der Konzern investiert einen hohen Betrag in die Katalysator-Forschung in Ludwigshafen.

Die BASF hat am Donnerstag ihr neues Forschungstechnikum für Katalysatorentwicklung und Feststoffverfahrenstechnik im Stammwerk in Ludwigshafen eröffnet. Wie der Chemiekonzern weiter mitteilte, will er dort innovative Verfahrenstechnologien und Katalyseverfahren entwickeln und optimieren. Die BASF hat das Technikum in mehr als drei Jahren Bauzeit errichtet und dafür einen „hohen zweistelligen Millionen-Euro-Betrag“ investiert. In dem neuen Technikum arbeitet den Angaben zufolge eine Stammmannschaft von 25 Mitarbeitern, darunter seien auch ein paar neue Stellen.

Für die BASF spielt das Geschäft mit Katalysatoren einen wichtige Rolle. Der Unternehmensbereich Catalysts setzte 2023 rund 12 Milliarden Euro um. Der Konzern sieht sich als einer der Marktführer weltweit. Katalysatoren haben zentrale Bedeutung für die industrielle Chemie. Mehr als 80 Prozent aller chemischen Produkte kommen den Angaben zufolge bei ihrer Herstellung mindestens einmal mit einem Katalysator in Berührung. Katalysatoren reduzierten den Energiebedarf und die Menge unerwünschter Nebenprodukte und damit auch den Rohstoffbedarf sowie den CO 2 -Fußabdruck von Produkten. Die BASF entwickelt Katalysatoren und Prozesstechnologien zum einen für ihre Kunden weltweit, setzt diese aber auch in den eigenen Produktionsanlagen ein.

10.000 Mitarbeiter in Forschung weltweit

Die Möglichkeiten des neuen Technikums stärkten die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit der BASF weltweit, sagte Detlef Ruff, Leitender Manager im Bereich Prozesskatalysatoren der BASF. Dort könnten im Labor entwickelte Katalysatoren schnell in den Produktionsmaßstab übertragen und den Kunden größere Mengen qualitativ hochwertige Muster neuer Katalysatoren geliefert werden. Die BASF könne damit flexibler auf Marktanforderungen reagieren und innovative Technologien schneller anbieten, sagte Ruff. Zudem werden dort neue Verfahren und Prozesse für die Verarbeitung und Herstellung von Feststoffen entwickelt.

Helmut Winterling, Leiter der globalen Forschung bei der BASF bezeichnete das Technikum als „eine wichtige Investition in die Zukunft unserer Forschung und Entwicklung am Standort Ludwigshafen“. In der Forschung und Entwicklung der BASF arbeiten weltweit 10.000 Beschäftigte, der Großteil davon ist in Ludwigshafen angesiedelt. Genauere Angaben dazu macht der Konzern nicht, der vergangenes Jahr 2,1 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung investierte.

Lesen Sie auch: BASF stärkt Anlage im Stammwerk

Mehr zum Thema
x