Fragen und Antworten
BASF beginnt mit zweiter Impfwelle
Wie ist der Stand der Impfungen im BASF-Impfzentrum?
Bis Ende vergangener Woche (Stand 28.05.2021) hat die BASF nach eigenen Angaben in ihrem Impfzentrum in Ludwigshafen rund 14.000 Beschäftigte an ihrem Standort mindestens einmal geimpft. Die BASF hatte am 14. April den Betrieb eines eigenen Impfzentrums begonnen. Bezogen auf aktuell 39.060 BASF-Mitarbeiter am Standort Ludwigshafen (Stand Ende März), hätten damit mindestens 36 Prozent der Beschäftigten eine Erstimpfung. Der Anteil der Menschen in ganz Deutschland, die mindestens eine Impfung gegen Corona erhalten haben, lag am Montagmorgen nach Angaben der Bundesregierung bei 43 Prozent, in Rheinland-Pfalz waren es 41 Prozent. Die Erstimpfungsquote unter den BASF-Beschäftigten am Standort Ludwigshafen dürfte aber größer sein als 36 Prozent, weil sich die Mitarbeiter auch in anderen Impfzentren oder beim Hausarzt impfen lassen können.
Wann beginnen die Zweitimpfungen?
In der vergangenen Woche hat der Ludwigshafener Chemiekonzern mit Zweitimpfungen begonnen. Mit Stand 28. Mai haben den Angaben zufolge rund 1300 Mitarbeiter eine Zweitimpfung erhalten. Nach früheren Angaben der BASF werden im Impfzentrum rund 600 Impfungen täglich verabreicht. Das wurde bislang als maximale Tages-Kapazität angegeben. Sobald die nötigen Zweitimpfungen anstehen, hat der Konzern angekündigt, die Tageskapazität auf bis zu 1200 Impfungen zu erhöhen. Dann soll es bis zu 600 Erstimpfungen und bis zu 600 Zweitimpfungen pro Tag geben.
Wie geht es nun im Juni weiter?
Nach Angaben der rheinland-pfälzischen Landesregierung erhält die BASF seit Start ihres Impfzentrums am 14. April jede Woche 2340 Impfdosen vom Land Rheinland-Pfalz. Diese Zusage galt jedoch nur bis Ende Mai. In den kommenden Wochen würden nun Impfstofflieferungen des Landes schrittweise durch Impfstofflieferungen für Betriebsärzte ersetzt, teilte der Chemiekonzern dazu mit. Denn ab 7. Juni können bundesweit Betriebsärzte in den Unternehmen die Covid-Impfkampagne unterstützen. Zum Auftakt der Betriebsarztimpfungen wird es laut BASF einen fließenden Übergang für die Impfstoffversorgung geben. Die BASF werde aber anfangs noch durch Landeskontingente beliefert, um bisherige Impfungen aufrechtzuerhalten. Was der Wechsel zur Versorgung aus Betriebsarztkontingenten im Einzelnen für die Impfstoffmengen bedeutet, weiß die BASF nach eigenen Angaben bislang noch nicht. Der Wechsel könnte sich aber auf die Anzahl der Erstimpfungen im Impfzentrum des Konzerns auswirken. Denn aufgrund der nun kontinuierlich anstehenden Zweitimpfungen, würden Erstimpfungen nur bei ausreichend vorhandenem Impfstoff verabreicht, so die BASF.
In Deutschland gibt es über 12.000 Betriebsärzte. Eine Reihe von Unternehmen in der Region stehen seit Wochen bereit, um mit betriebsärztlichen Impfungen zu beginnen. So hat beispielsweise der Autokonzern Daimler gemeldet, an seinen Standorten Wörth, Germersheim und Mannheim impfbereit zu sein, ebenso Opel für Kaiserslautern. Auch der Spezialglashersteller Schott in Mainz und der Pharmakonzern Boehringer Ingelheim sind startbereit.
Ist inzwischen ein Impfangebot an Angehörige von BASF-Beschäftigten absehbar?
Aktuell, so die BASF, würden zuerst einmal BASF-Mitarbeitende geimpft. Wann und wie die Kampagne auf Angehörige von BASF-Beschäftigten ausgeweitet werden könne, werde derzeit noch geklärt. BASF-Vorstandsmitglied Michael Heinz hatte der RHEINPFALZ kürzlich gesagt, die BASF habe weiterhin eine hohe Bereitschaft im eigenen Impfzentrum, auch Angehörige von BASF-Beschäftigten zu impfen, sobald ausreichend Impfstoff vorhanden sei. Heinz präzisierte, bei den Angehörigen werde es sich um Angehörige des eigenen Hausstandes der BASF-Beschäftigten handeln. So sei eine Impfberechtigung etwa über die Adresse leichter nachverfolgbar.
Wieso darf die BASF überhaupt in einem eigenen Impfzentrum impfen?
Das Impfzentrum des Chemiekonzerns ist offiziell als Corona-Impfzentrum durch die Landesregierung Rheinland-Pfalz anerkannt. Es handelt sich um ein Modellprojekt „Betriebsarztimpfungen“, mit dem das Land Erfahrungen sammeln will über Impfungen in Betrieben. Die BASF hatte sich bereits seit Anfang des Jahres bei der Landesregierung darum bemüht, ein Impfzentrum einrichten zu können.
Nach Angaben des Mainzer Gesundheitsministeriums unterliegt das Impfzentrum der BASF den gesetzlichen Bestimmungen, die für alle Impfzentren in Deutschland gelten. Die Impfstoffverteilung erfolgt zentral über das Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie der Landesregierung. Der Impfstoff stammte bislang aus dem Kontingent des Landes Rheinland-Pfalz. Die Zuteilung der Impfstoffmenge richtet sich demnach anteilig nach der Anzahl der impfberechtigten Mitarbeiter. Genauso, wie die Impfstoffkontingente der anderen Impfzentren des Landes nach der Bevölkerungszahl der jeweiligen Gebietskörperschaft und den Bedarfen der mobilen Teams des Gebietes zugewiesen werden.