Meinung RHEINPFALZ Plus Artikel Bahnstrecke wird stark strapaziert

Auch während der Riedbahn-Sperrung fährt stündlich ein Zug flott von Frankenthal nach Mainz und sogar weiter nach Frankfurt.
Auch während der Riedbahn-Sperrung fährt stündlich ein Zug flott von Frankenthal nach Mainz und sogar weiter nach Frankfurt.

Während der Riedbahn-Sperrung gibt es relativ viele Regionalzüge auf der Strecke von Ludwigshafen nach Mainz. Aber der Betrieb wird störanfällig sein.

Wenn man weiß, wie viele Züge wegen der Sperrung der Riedbahn auf die beiden wichtigsten Umleiterstrecken verlegt werden müssten, dann ist erstaunlich, dass die Planer überhaupt noch eine respektable Anzahl von Regionalzügen auf der Pfälzer Strecke untergebracht haben. Auch so sind die Einschnitte ins Angebot aber immer noch schmerzlich genug.

Noch gravierender als der eingeplante Wegfall von Verbindungen dürfte in der Praxis aber oft ein anderes Problem sein. Je mehr Fahrplantrassen auf einer stark befahrenen Strecke belegt sind, desto störanfälliger wird der Betrieb. Hier gibt es einen Zielkonflikt zwischen dem Bestreben, möglichst wenige Züge ersatzlos ausfallen zu lassen und dem Bemühen um Pünktlichkeit, die auf den drei Strecken zwischen Rhein/Main- und Rhein-Neckar-Region ohnehin schon – gelinde gesagt – alles andere als brillant ist. Heikel ist das vor allem für knappe Anschlüsse etwa in Frankenthal Süd. Um den Ärger dort in Grenzen zu halten, ist es wichtig, dass auf der Strecke von Frankenthal nach Grünstadt die halbstündlich bestellten Züge tatsächlich fahren und nicht wie derzeit die Hälfte von ihnen wegen Personalmangels ausfällt. Noch wichtiger ist, dass es nicht wieder zu Ausfällen des Stellwerks in Ludwigshafen kommt, weil dort Personal fehlt.

Mehr zum Thema
x