Wirtschaft
App sortiert Lego
Von Michael Wollweber
Brickit, eine neue, kostenlose App für das iPhone ist die Lösung. Eine Android-Version wird gerade entwickelt. Brickit nutzt die Kameras des Smartphones, um Steine zu scannen, zu sichten und Bauvorschläge zu machen. Die App ist keine offizielle App des Lego-Konzerns. Dahinter steckt eine Gruppe von Fans, die den Umgang mit Lego-Steinen vereinfachen wollen.
Das funktioniert so: Eine der üblichen unsortierten Lego-Behältnisse mit am besten nicht mehr als 1000 Steinen wird auf dem Boden (ruhiger Untergrund) ausgekippt. Große Sonderteile werden aussortiert. Der Rest wird so verteilt, dass keine Teile übereinander liegen. Mit der App wird nun die Steinmixtur aufgenommen. Für das Scannen braucht sie knapp zehn Sekunden. Die Informationen werden an eine lernfähige künstliche Intelligenz samt Datenbank übermittelt. Und kurz darauf liefert diese Vorschläge, was aus den Steinen gebaut werden könnte.
Hat man sich für einen Modellvorschlag entschieden, wird eine Schritt-für-Schritt-Bauanleitung auf dem Display gezeigt. Die App zeigt auch, wo sich ein benötigtes Teil in dem ausgekippten Haufen befindet. Das klappt schon jetzt hervorragend, nur bei den Farben vertut sich die App manchmal, wenn das Licht nicht optimal ist.
Natürlich muss man nun den einmal gescannten Haufen nicht auf dem Boden verstreut lassen. Die App legt eine Datenbank mit den gefundenen Steinen an. Beim Scannen weiterer Lego-Haufen ergänzt die App die Datenbank. Die lässt sich auch durch komplette Sets ergänzen. Dazu muss nur die offizielle Set-Nummer eingegeben werden. Selbst gebaute Modelle können in einer Community geteilt werden.