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300 Beschäftigte betroffen: BASF verkauft Geschäft mit Nahrungsmittelzusätzen
Die Konzentration auf einige wichtige Kerngeschäfte bei der BASF geht weiter: Der Ludwigshafener Chemiekonzern hat eine verbindliche Vereinbarung zur Veräußerung seines Geschäfts mit Inhaltsstoffen für Nahrungsmittel und Gesundheitsprodukte (Food and Health Performance Ingredients) unterzeichnet. Verkauft wird auch der Produktionsstandort Illertissen, zwischen Ulm und Memmingen gelegen. Das hat die BASF am Montag mitgeteilt. Käufer ist die Louis Dreyfus Company (LDC).
Beschäftigte sollen bleiben
LDC, ein weltweit ausgerichtetes Unternehmen mit Hauptsitzen in den Niederlanden und in der Schweiz, ist einer der führenden Händler und Verarbeiter von landwirtschaftlichen Gütern und pflanzenbasierten Inhaltsstoffen. Das BASF-Portfolio von Food and Health Performance Ingredients umfasst Produkte für die menschliche Ernährung – etwa Nahrungszusätze, die zum Beispiel Eis cremiger und Brot besser haltbar machen sollen. Der Verkauf, von dem Mitarbeiter des BASF-Heimatstandorts Ludwigshafen nicht betroffen sind, hatte sich schon seit weit über einem Jahr abgezeichnet: Das nun von LDC weiterzuentwickelnde Spezialgeschäft mit knapp 300 Mitarbeitern in Illertissen bietet nach BASF-Angaben nur begrenzte Synergien für den Ludwigshafener Chemiekonzern. Es sei wenig in übrige Prozesse integriert und stelle keinen strategischen Schwerpunkt mehr für den Dax-Konzern dar.
Teil von BASF-Unternehmensbereich Nutrition & Health
Food and Health Performance Ingredients ist ein kleiner Teil des Unternehmensbereichs Ernährung und Gesundheit (Nutrition & Health) im Segment Nutrition & Care, wie eine Sprecherin am Montag betonte. Bei Abschluss der Transaktion sollen die etwa 300 Mitarbeiter der BASF – laut der Sprecherin die betroffenen knapp 300 Beschäftigten in Illertissen und rund ein Dutzend kaufmännische Mitarbeiter in den USA – voraussichtlich zu LDC übertreten. Zu den finanziellen Einzelheiten wurde Stillschweigen vereinbart. Kontinuierliche Lieferungen sowie bestehende Kundenbeziehungen würden nicht beeinträchtigt, so die BASF.
Das Team des Chemiekonzerns habe den betreffenden Geschäftszweig „in den vergangenen Jahren sehr gut entwickelt“, sagt Michael Heinz, Vorstandsmitglied der BASF und verantwortlich für Nutrition & Health. LDC könne „als zukunftsorientiertes Unternehmen sowohl unseren Mitarbeitenden als auch dem Portfolio eine vielversprechende Perspektive bieten“. Mit dem Verkauf des Teilbereichs setzt die BASF also ihre verstärkte Konzentration auf einige Kerngeschäfte fort. So auch im Unternehmensbereich Nutrition & Health, wie Heinz betont: „Wir sind weiterhin entschlossen, unsere Kernproduktplattformen zu nutzen und unser Geschäft in Schlüsselbereichen wie Vitaminen, Carotinoiden und Futtermittel-Enzymen auszubauen.“
Käufer LDC will Diversifizierung vorantreiben
LDC indes will durch den Kauf seine Diversifizierung vorantreiben, die Verbreiterung des Geschäfts. Die Vereinbarung biete „durch mehr wertschöpfende Produkte und das Wachstum in nachgelagerten Märkten“ eine Möglichkeit, „unsere Präsenz im schnell wachsenden Markt für pflanzliche Inhaltsstoffe zu erhöhen“, sagt LDC-Vorstandsvorsitzender Michael Gelchie. Der an LDC übergehende BASF-Geschäftszweig Food and Health Performance Ingredients produziert unter anderem Zutaten wie Lebensmittelemulgatoren und Fettmehlklassen sowie Zutaten für Omega-3-Öle. Vorbehaltlich aller Genehmigungen ist der Abschluss der Transaktion nach Angaben der BASF-Sprecherin für Mitte 2025 geplant.