Rheinpfalz Zweieinhalbfaches Scheitern

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Zweieinhalb Anläufe für eine Fusion, zweieinhalb Mal gescheitert. Die Situation der Geldinstitute im Kreis war dieses Jahr gehörig in Wallung.

Eigentlich schien alles in bester Ordnung zwischen den Volksbanken Glan-Münchweiler und Lauterecken. Die arbeiteten zielgerichtet und ohne große Nebengeräusche auf einen Zusammenschluss zur Jahresmitte 2017 hin. Alles schien geritzt. Doch dann brach alles zusammen. Anlass: Die Glan-Münchweilerer hatten in einem Gespräch mit der RHEINPFALZ mitgeteilt, dass sie das durch die Verbandsgemeinde-Fusion frei werdende alte Rathaus direkt neben ihrer Zentrale kaufen wollen, weil ihr Gebäude bis zum Anschlag ausgereizt sei. Das weckte in Lauterecken schlimmste Befürchtungen: Glan-Münchweiler wolle das Gebäude, um nach der Fusion Personal von Lauterecken nach Glan-Münchweiler zu verlagern. Der Vorstand ließ in der Vertreterversammlung eine Probeabstimmung machen: 76 Prozent dennoch für die Fusion. Das war ihm aber zu wenig. Er forderte von Glan-Münchweiler langfristige Garantien, bekam sie aber mit Verweis auf das kurzfristige Bankengeschäft nicht. Folge: Lauterecken brach die Verhandlungen ab. Es bleiben zwei kleine Volksbanken, die zwar noch eine ganze Weile eigenständig existieren können, irgendwann aber wohl doch einen Partner brauchen. Chance verpasst. Die Kreissparkasse flirtete mit der Stadtsparkasse Kaiserslautern. Auch hier schien alles auf einem guten Weg, bis die Kaiserslauterer auf einmal huften. Es passe doch nicht zusammen, erklärten die Verantwortlichen, obwohl die Kennzahlen doch schon vorher bekannt waren. Und dass das Kuseler Kreditgeschäft (zu) riskant sei, ist eine Behauptung, die bis heute nicht aus Kaiserslautern untermauert werden konnte, während Kusel sie widerlegt hat. Bleibt der Verdacht, dass alles nur an einer einzigen Personalie (vielleicht waren es auch deren zwei) scheiterte: Wer wird Vorstandsvorsitzender? Und schließlich endeten mögliche Fusionsbestrebungen schon bevor sie wirklich angefangen hatten. Als Kaiserslauterns Landrat Paul Junker in der Kuseler RHEINPFALZ las, dass es im Januar zu einem Sondierungsgespräch zwischen den Kreissparkassen Kusel und Kaiserslautern kommen werde, fühlte er sich durch die Vorab-Veröffentlichung derart brüskiert, dass er den bereits fest vereinbarten Termin wieder absagte. |wop

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