Rheinpfalz zweibrücken: Pallmann verzichtet erneut auf eigene Ausbildungsplätze

„Mit ihrer Haltung, jetzt schon im zweiten Jahr hintereinander keine neuen Ausbildungsplätze zur Verfügung zu stellen, gefährdet die Pallmann-Geschäftsführung die Zukunft des Standorts Zweibrücken.“ Diese Kritik äußert Martin Zimmer, Gewerkschaftssekretär der IG Metall Homburg-Saarpfalz. Wer heute keine jungen Menschen ausbilde, dem fehlten morgen die nötigen Fachkräfte, um sich als Unternehmen erfolgreich am Markt zu behaupten, argumentiert Zimmer. Gemeinsam mit Francesco Daniele, Vorsitzender der Jugend- und Auszubildendenvertretung von Pallmann, verweist er auf die aktuell laufenden Verhandlungen zwischen Unternehmensleitung, Betriebsrat und IG Metall über einen Interessenausgleich und Sozialplan bei Pallmann. Dabei gehe es auch um die Zukunft der betrieblichen Ausbildung. „Wir haben dort eine schön renovierte Ausbildungswerkstatt, aber leider keine neuen Azubis mehr. Wenn die Geschäftsführung sich nicht schnell eines Besseren besinnt, wird es auch im Herbst keinen neuen Ausbildungsjahrgang mehr geben,“ so Daniele. „Wir genießen seit Jahren eine Top-Ausbildung und liegen bei den Prüfungen stets weit vorn.“ Die Mitglieder des Ortsjugendausschusses der IG Metall fordern die Pallmann-Geschäftsführung zum Umdenken auf. Zimmer: „Wir werden es nicht hinnehmen, dass sich das Unternehmen seiner gesellschaftlichen Verantwortung entzieht. Konflikte dürfen nicht auf dem Rücken der Jugend ausgetragen werden. Die Ausbildung bei Pallmann muss erhalten bleiben.“