Kultur Südpfalz Zwei Landauer Künstlerinnen dabei

Einen möglichst breiten Stilpluralismus präsentiert bis zum 24. Mai die Ausstellung „Alle“ des Künstlerbundes Baden-Württemberg in der frisch renovierten Städtische Galerie Karlsruhe. Über 340 Arbeiten zeigen das Leistungsvermögen der Vereinigung.
Wie der Vorsitzende des Künstlerbundes Werner Pokorny ausführt, „haben sich von den rund 400 Mitgliedern immerhin über 340“ mit Arbeiten an der Ausstellung in der Fächerstadt beteiligt. Mit Karlsruhe ist der Künstlerbund eng verbunden, wurde er hier doch 1957, nur drei Jahre nach der aus badischer Sicht zwangsweisen Vereinigung von Baden und Württemberg gegründet. Möglichst allen unterschiedlichen Stilen und Ausdrucksformen der Gegenwartskunst Raum zu geben ist das Anliegen der Ausstellung „Alle“, bei der auffällig ist, dass die gerade im benachbarten ZKM propagierte Medienkunst bei der Künstlerbund-Schau keine entscheidende Rolle spielt. Malerei, Skulpturen, Objektkunst, Collagen, oder Fotografie stehen hier im Vordergrund. In der sehr eng gehängten Ausstellung wirkt manches recht beliebig, manchmal wollen sich die beabsichtigen Korrespondenzen nicht so recht einstellen. Doch insgesamt zeichnet die Ausstellung einen beachtlichen Querschnitt durch das Kunstschaffen im Land. Voraussetzung für die Mitgliedschaft im Künstlerbund ist in Baden-Württemberg geboren worden zu sein, hier zu leben oder studiert zu haben. Wobei Pokorny anmerkt, dass sich aktuell erfreulich viele junge Künstler sich um eine Mitgliedschaft bewerben würden. Aktuell gehören auch die in Landau lebenden Künstlerinnen Madeleine Dietz und Susanne Egle der Vereinigung an. In der Schau steht stilistische Vielfalt im Vordergrund. Gegenständliche oder abstrakte Malerei, Fotorealistisches, traditionelle Skulptur oder rätselhaftes Objekt, in homöopathischen Dosen auch Medienkunst, alles ist hier anzutreffen. Vieles hat ironischen und witzigen Verweischarakter. Anspielungen auf Andy Warhol finden sich ebenso wie auf Willy Baumeister. Insgesamt ist die Fülle des Gebotenen fast zu viel, was nicht nur die stilistische Vielfalt betrifft, sondern auch das nicht immer einheitlich hohe Niveau.